Tag-Archiv für 'studentenwerk-göttingen'

Wohnraum für Alle!

Demonstration
Die Göttinger Wohnrauminitiative ruft zum Demonstrieren für mehr bezahlbaren Wohnraum auf:

Wohnraum für Alle!
Für das Recht auf Stadt und bezahlbare Wohnungen!

Sehr geehrte GöttingerInnen, Studierende und Wohnungsuchende,

mal wieder beginnen an der Universität die Semester, an schwarzen Bretten und auf Internetforen werden Wohnungen gesucht und es gibt wenig Wohnraum. Wenig Wohnraum für wenig Geld, wenig bezahlbare Mehrzimmer-Wohnungen und lange Wartelisten für Wohnheime des Studentenwerkes. Aktuell schlafen Leute in Notunterkünften oder in ihren Autos.

Es wird Zeit für ein bezahlbares Leben in der Stadt einzustehen und sich nicht in Apellen an die Politik zu erschöpfen, sondern Wohnraum zu schaffen. Notunterkünfte, wie sie von den Wohnheimen, die in der Wohnrauminitiative vernetzt sind, selbst organisiert werden, können nicht der Endpunkt in öffentlichen Diskurs um Wohnraum sein. Wohnheimplätze mit Eigenverantwortlichkeit der Bewohner sollten gefördert werden und, sofern nötig, durch die Betroffenen selbst durchgesetzt werden.

Für Göttingen als Universtätsstadt ist dies keine neue Situation, schon in den 1970ern mussten mehr als 300 Studierende in Autos schlafen und fanden kaum ein Quartier. Leerstand führte zu Besetzungen, die zur Zwischennutzung im Rahmen des „Göttinger Modells“ teilweise an das Studentenwerk Göttingen vermietet wurden und heute immer noch als Wohnräume genutzt werden.

Neu ist der Mangel an Wohnraum genauso wenig für Menschen mit weniger Einkommen oder Familien, die von den enormen Preisen in der Innenstadt in weiter außerhalb liegende Wohnviertel verdrängt werden. Die Preise für Wohnungen in Göttingen liegen seit Jahren deutlich oberhalb des Bundesdurchschnitts. 7,50 Euro pro Quadratmeter sind in Göttingen schon normal, in Hamburg liegen die Preise mit 7,52 Euro kaum höher und der Bundesdurchschnitt liegt demgegenüber bei 6,59 Euro pro Quadratmeter. (mehr…)

für selbstbestimmten studentischen Wohnraum gemeinsam kämpfen!

Seit einiger Zeit schon gibt es die Tendenz vom Studentenwerk der Uni Göttingen selbstverwaltete Wohnräume pö a pö umzustrukturieren und Einzelzimmerwohnungen. So entstehen anonyme Nutzgemeinschaften aus gut funktionierenden, solidarischen Hausgemeinschaften. Aktuell geht es um die Humboldallee 9, in der ab Mitte Oktober Einzelzimmer an internationale Student*innen vermietet werden sollen, ohne das die bestehende Hausgemeinschaft ein Mitspracherecht erhalten soll. Bisher war das Haus weitesgehend selbstverwaltet und solidarisch gemeinschaftlich organisiert. U.a. bietet die Hausgemeinschaft in Zusammenarbeit mit der Wohnrauminitiative seit Oktober ein Camp für wohnungssuchende Erstsemester an, umsonst mit VoKü und Vernetzungsmöglichkeiten.
Das Studentenwerk droht den Bewohner*innen der Humboldallee 9 mit Exmatrikulierung und Kündigung, da sie sich gegen die Umstrukturierungen ihres Wohnraums wehren und neue Bewohner*innen einziehen ließen, die sich bei Ihnen vorstellten.
Wir erklären uns solidarisch mit den Forderungen der Hausbewohner*innen der Humboldallee 9 und der Wohnrauminitiative, die die Hausgemeinschaft durch einen gemeinnützigen Verein erhalten und organisieren wollen. Wir sprechen uns aus gegen jede Form der kriminalisierung von Bewohner*innen und Unterstützer*innen.

Zeigt euch solidarisch, unterstützt linke Räume und Projekte und bleibt Aufmerksam!

Akutelle Informationen findet ihr auf der Facebook-Seite der Wohnrauminitiative Göttingen.
Humboldallee 9 alle bleiben