Tag-Archiv für 'nsu-komplex-auflösen!'

Gegen das Fortbestehen rechter Ideologie und rechtsextremer Aktivitäten in Alltag und Gesellschaft.

Zu einem aktiven Gedenken gehört die Auseinander­setzung mit aktuellen rassistischen und faschistischen Verbrechen: im Rahmen der diesjähren 27. Januar-Gedenkreihe „Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus“ wird es eine Veranstaltung vom Göttinger Bündnis „Kein Schlusstrich! NSU-Komplex aufklären und auflösen!“ geben. Der Film „Der Kuaför aus der Keupstraße“ thematisiert die Folgen des Nagel­bomben­anschlags durch den sogenannten „National­sozialistischen Unter­grund“ (NSU) in der Kölner Keupstraße am 9. Juni 2004. Er rekonstruiert die Ermitt­lungen der Polizei anhand der Verhör­protokolle und eröffnet die Diskussion über struktu­rellen Rassismus in Deutschland auf eine neue Art – nämlich aus der Sicht der Betroffenen.
Kommt also Zahlreich am Donnerstag, den 16.11.2017 um 18 Uhr ins Lumiere!
kein schlussstrich!
Aber auch die viele andere Veranstaltungen im Bündnis 27. Januar werden spannend: unter anderem die Veranstaltung „Schwestern, vergesst uns nicht!“ am 14.12. um 19.30 Uhr im T-Keller von f_act mit Annegrit Berghoff, Lagergemeinschaft und KZ-Gedenkstätte Moringen zu antifaschistischen Wiederstandskämperinnen sowie „Diskriminierung, Verfolgung, Ermordung. Der nationalsozialistische Genozid an den Sinti und Roma.“ mit einem Gespräch mit Kenan Emini vom Roma-Center Göttingen und Dietmar Sedlaczek von der KZ-Gedenkstätte Moringen sowie einer begleitenden Ausstellung am 27.01. um 19:30 Uhr im Alten Rathaus… und vieles mehr im Flyer.

NSU-Komplex auflösen! Für eine Gesellschaft ohne Rassismus!

Ein breites Bündnis ruft auf sich mit diesen Forderungen der vom NSU-Komplex Betroffenen zu solidarisieren und gemeinsam am 20. Januar 2015 nach München zu fahren um dort die Stimme gegen Rassismus zu erheben. Es soll ein sicht- und hörbares Zeichen sein um die Aufklärung und Aufdeckung des gesamten NSU-Komplexes zu erwirken und sich gegen den Rassismus in unserer Gesellschaft zu richten. Leider ist von dem Prozess selber dies nicht zu erwarten. Aber es gilt sich mit den Betroffenen zu solidarisieren und diese zu begleiten, wenn mehrere zum Anschlag in der Keupstraße ihre Aussage geben. Es braucht die grundlegende Auseinandersetzung zu den rassistischen Ermittlungen und Berichterstattungen zum NSU-Komplex. Es fehlt bislang eine breite öffentliche Skandalisierung der Verstrickung von Polizei und anderen staatlichen Institutionen mit dem NSU-Komplex.


Ein Tag vorher findet in Göttingen eine Kundgebung und Gedenkfeier statt: am Montag, den 19.01. um 17 Uhr am Gänseliesel. Kommt zahlreich!!
Auch von Göttingen soll es Busse nach München geben, fragt im Roten Buchladen oder bei der DGB nach. Ein Ticket kostet 25 Euro (Abfahrt ist Zoologisches Institut Göttingen 5:00 am 20.1.2015 über Kassel 5:45 Uhr, Rückfahrt ist 20:00 Uhr ab München über Kassel).

Eine Analyse der Zusammenhänge von den rassistisch motivierten Attentaten und Widerstand gegen diese gab es aus der migrantischen Community schon vor der Selbstenttarnung der NSU 2011. Es fand beispielsweise in Köln schon 2006 eine große Demonstration unter der Warnung „kein 10. Opfer“ statt. Doch erst nach 2011 gab es auch außerhalb des Kreises der Betroffenen und der Commuity die Erkenntnis, dass die Morde im Zusammenhang stehen und von Nazis verübt worden sind. Die Betroffenen wurden bis dahin jahrelang diffamiert und waren Repressionen ausgesetzt. Doch auch der Prozess in München geht der Forderung der Betroffenen nach einer Aufdeckung des NSU-Komplexes, der Zusammenhänge und Netzwerke sowie der Rehabilitation der Betroffenen nicht nach. Aus diesem Grund ist es wichtig sich mit den Betroffenen zu solidarisieren und sich mit dem gesellschaftlichen Rassismus auseinanderzusetzen sowie die Rolle der Polizei, Ermittlungs- und Sicherheitsbehörden zu skandalisieren!

mehr zu den Hintergründen und zu dem geplanten Aktionstag in München findet ihr u.a. auf der Homepage von „Keupstraße ist überall“.
Weitere Informationen zum NSU-Komplex findet ihr u.a. auf der Homepage NSU-Watch und der Initiative 6. April aus Kassel.