Tag-Archiv für 'göttingen'

1. bundesweites Frauen*streiktreffen in Göttingen!

2019 wird es auch in Deutschland einen bundesweiten Frauen*streik geben, doch das will gut vorbereitet sein. Wie es der Zufall will, findet das 1. bundesweite Netzwerktreffen zum Frauen*streik 2019 vom 10.-11.11.2018 in Göttingen statt. Kommt zahlreich, informiert euch, diskutiert mit und bereitet euch mit uns und all den anderen Feminist*innen vor auf den März 2019 wenn wir massenhaft auf die Straße gehen um auf unsere Forderungen aufmerksam zu machen!

Die Einladung der Vorbereitungsorganisator*innen aus Berlin:
Frauen*streik Berlin

Liebe Frauen*,

in diesem Jahr sind zum Frauen*kampftag wieder viele Menschen in über 20 deutschen Städten auf die Straße gegangen. So viel wie seit Jahrzehnten nicht. Unser Blick wanderte am 8. März aber auch nach Spanien. Was wir diesen 8. März dort gesehen haben, war beeindruckend und inspirierend. Über 5 Millionen Menschen sind auf die Straße gegangen, haben Erwerbs- und/oder Sorgearbeit niedergelegt und an Universitäten und Schulen blockiert – dieser feministische Streik hat es geschafft, das Land teilweise lahmzulegen und hat gleichzeitig viel Unterstützung und Verständnis in der Bevölkerung aufbauen können. Auch in Argentinien, den USA, Polen und anderen Ländern riefen Frauen* zum Streik auf.

Wir denken, dass es auch in Deutschland, die Notwendigkeit und die Möglichkeit gibt, sich mit einem bundesweiten Frauen*streik am 8. März 2019 an diese internationale Bewegung anzuschließen und feministische Themen und Anliegen auf die allgemeine Agenda zu setzen. Bestreikt werden soll nicht nur die Lohnarbeit, sondern alle Tätigkeiten, die Frauen so häufig unentlohnt und unsichtbar ausführen, und die gesellschaftlichen Verhältnisse, die sie oft in unsicheren und gewaltvollen Situationen festhalten.

Dabei geht es jedoch nicht nur um diesen einen Tag, sondern es geht um einen gemeinsamen Prozess der Vernetzung, der Debatte, der Entwicklung und Erprobung neuer Streikformen im außerbetrieblichen Feld – auch den 8. März 2020 haben wir bereits fest im Blick.

Mehr Infos zum Hintergrund
- neues Deutschland, 25.4., „Feministischer Streik: Zeit für die nächste Eskalationsstufe“
- Ada Magazin, 9.8., „Frauenstreik: Einfach machen
- arte, 11.4., „Der große Frauenstreik – Junge Spanierinnen machen Politik
- Lower Class Magazine, 24.9., „Und alle Räder stehen still…

Was läuft gerade schon?
In einigen Städten und Regionen (derzeit Berlin, NRW, Leipzig, Freiburg) bilden sich gerade Arbeitsgruppen heraus, die sich um die grundlegende Infrastruktur kümmern. Das bedeutet u.a. Treffen und Veranstaltungen organisieren, eine Webseite und Design entwickeln, einen Aufruf und Material entwerfen, die Öffentlichkeitsarbeit aufnehmen und den Kontakt zu weiteren Gruppen und Frauen herstellen. Der feministische Streik am 8. März soll aber dezentral angelegt sein. Wir wollen Formen finden und gegenseitige Unterstützung anbieten, damit sich Frauen* in großen und kleinen Städten und Orten, in bestehenden oder neugegründeten Gruppen ebenso wie ohne Anschluss am Streik beteiligen können. Wie das die Spanierinnen gemacht haben, könnt Ihr Euch hier durchlesen.

Am 10./11. November soll es ein bundesweites Treffen in Göttingen geben. Alle Infos findet ihr hier.
Für die bessere Planungm, meldet euch bitte bis zum 5. Novmber an unter: anmeldungfrauenstreik2019@riseup.net.

Ich möchte mitmachen! Was kann ich tun?
- Schreib uns wo Du wohnst, vielleicht können wir Dich direkt an ein lokales Netzwerk oder andere interessierte Frauen* vermitteln. Wir können Dich dann auch auf einen Verteiler setzen, über den bald regelmäßig Newsletter kommen sollen. Da und auf der Webseite gibt es dann auch mehr Material und Hinweise für Beteiligungen im Vorfeld oder am 8. März selbst.
- Sprich mit Deinen Freundinnen, Bekannten und Kolleginnen über die Idee eines feministischen Streiks. Vielleicht wollt Ihr zusammen eine neue lokale Arbeitsgruppe bilden (dann sagt uns bitte auch Bescheid).
- Ladet uns ein für interne Runden oder öffentliche Veranstaltungen. Wir versuchen dann alles, jemanden vorbeizuschicken.
- Die Journalistinnen in Spanien haben einen eigenen Aufruf zur Situation und den Forderungen in ihrem Arbeitsfeld gestartet. Den könnt Ihr Euch hier ansehen. Sprich mit Deinen Kolleginnen, ob Ihr so einen Aufruf auch für Euer Berufsfeld aufsetzen möchtet. (Wir können den dann gerne auf unserer Webseite einbinden.)
- Leite diese Einladung weiter – wir wollen mehr werden, überall in Deutschland!

Mit solidarischen Grüßen,
Koordinierungskreis des Frauen*streiks Berlin

Für das Netzwerktreffen in Göttingen am 10.-11. November werden auch noch Schlafplätze für die anreisenden Feminist*innen gesucht! Wenn ihr bei euch Übernachtungsmöglichkeiten habt, dann schreibt bitte an schlafplatz_femvernetzung@riseup.net mit entsprechenden Informationen (Adresse, wie viele Schlafplätze angeboten werden können, ob Isomatte/Schlafsack benötigt wird und ganz wichtig: eine Kontaktnummer). Danke für eure Unterstützung!

Kein Schlussstrich! – NSU-Komplex aufklären und auflösen!

Am 10.07.2018 hat das bundesweite Bündnis „Kein Schlussstrich“ eine Pressekonferenz zum NSU-Prozess gehalten:

Hierzu gibt es auch einen Bericht zum nachlesen:

„Die Aufklärung und Deutungshoheit im NSU-Komplex gehört nicht dem Gericht allein, sondern uns: der kritischen Öffentlichkeit.“

Nach 5 Jahren ist am Mittwoch der NSU-Prozess zuende gegangen und ein Urteil gesprochen worden. Trotz eines nicht enden wollenden Prozesses können wir leider bei Weitem nicht zufrieden sein mit dem Verlauf und dem Urteil. Der Prozess hat wie auch die vielen Sonderausschüsse o.ä. kaum etwas zur aufklärung des NSU-Komplexes beigetragen und auch das Urteil zeigt deutlich dass es an einem NSU-“Trio“ festhalten will und den Komplex als beendet erklären will. Wir fordern weiterhin:
Kein Schlussstrich! – NSU-Komplex aufklären und auflösen!
Verfassungsschutz auflösen – V- Leute abschaffen!
Dem aktuellen rassistischen Terror gegen Flüchtlinge und Migrant_innen entgegentreten!
Rassismus in Behörden und Gesellschaft bekämpfen!

Auch der NSU-Watch sagt:

„Dieses Urteil ist ein Schlag ins Gesicht für die Angehörigen der vom NSU Ermordeten und die Überlebenden des NSU-Terrors.“

wie in ihrer Pressemitteilung nachzulesen.

Auf der Webseite der TagX-Kampange findet ihr, was am Mittwoch in München und auch bundesweit so passiert ist.

Am Samstag, den 14.07.2018 treffen wir uns dann um 12h am Wilhelmsplatz in Göttingen – Kein Schlussstrich!
Ab Samstag wird es 14:00 bis 15:00 Uhr im Göttinger Stadtradio eine regelmäßige Sendereihe geben um den Verlauf des NSU-Prozesses noch einmal nachzuvollziehen.

Nach 5 Jahren NSU-Prozess – Urteilsverkündung am 11.07.2018

Am 6. Mai 2013 begann vor dem Oberlandesgericht München der Prozess gegen Beate Zschäpe, André Eminger, Holger Gerlach, Ralf Wohlleben und Carsten Sch. Am Mittwoch, den 11.07.2018, fünf Jahre später wird der Prozess zu Ende gehen.
Wir rufen zu einer Demonstration und Aktionen zu Beginn der Urteilsverkündung im NSU-Prozess in München auf (nun ist leider der Prozess erst im Sommer 2018 zuende, nicht wie erwartet im Herbst 2017):

Kein Schlussstrich from nsuprozess.net on Vimeo.

Am Samstag, den 14.07.2018 nach der Urteilsverkündung wollen wir mit euch in Göttingen auf die Straße gehen. Denn für uns bedeutet das Ende des Prozesses nicht das Ende der Auseinandersetzung mit dem NSU und der Gesellschaft, die ihn möglich machte:

Kein Schlussstrich! – NSU-Komplex aufklären und auflösen!
Verfassungsschutz auflösen – V- Leute abschaffen!
Dem aktuellen rassistischen Terror gegen Flüchtlinge und Migrant_innen entgegentreten!
Rassismus in Behörden und Gesellschaft bekämpfen!

Samstag nach der Urteilsverkündung um 12h am Wilhelmsplatz in Gö!

Solidarität mit „Our House Nansen 1″

Our House Nansen 1
Seit dem 30.04. ist das Wohnheim im Fridtjof-Nansen-Weg 1 besetzt. Den Besetzer*innen geht es dabei „um ein gutes Leben und angemessene Wohnbedingungen für alle Menschen. Deshalb ist es ihen wichtig, dass verschiedene von Wohnungsnot betroffene Gruppen nicht gegeneinander ausgespielt werden.“ Wir solidarisieren uns mit ihren Forderungen:

- Die Stadt Göttingen muss den Verkauf des bisher vom Goethe-Institut genutzten Gebäudekomplexes unverzüglich stoppen.
- In dem bisherigen Goethe-Institut muss Wohnraum zur Verfügung gestellt werden. Dieser ist zuerst jenen Geflüchteten anzubieten, die derzeit noch in der Notunterkunft Siekhöhe untergebracht sind. Aber auch weitere unter prekären Bedingungen lebende Menschen sollen hier eigenen Wohnraum finden können.
- In dem Wohngebäude in der Fridtjof-Nansen-Straße soll kein neues Lager eingerichtet werden. Vielmehr müssen die einziehenden Geflüchteten eigene Mietverträge erhalten und mindestens ein eigenes Zimmer bewohnen. Die Stadt muss ggf. notwendige Renovierungsarbeiten übernehmen, um einen ortsüblichen Wohnstandard zu gewährleisten.

Mehr zu den Hintergründen und aktuellem Stand findet ihr auf der Seite von „Our House Nansen 1“ oder auch auf Facebook.

Keine Zukunft für Nazis!

Keine Zukunft für Nazis

Am 25. April haben Neonazis um die Partei „Die Rechte“ und der sog. „Volksbewegung Niedersachsen“ in Göttingen eine Demonstration angemeldet, um für den sog. „Tag der deutschen Zukunft“ (kurz „TddZ“) in Goslar am 2.6.18 zu mobilisieren. Die durch Jens Wilke angemeldete Demonstration soll um 18 Uhr auf dem Bahnhofvorplatz starten und dann über die Berliner Straße und Godehardstraße über die Königsallee und Groner Landstraße zurück zum Bahnhof verlaufen. Auch wenn die Stadt den Neonazis in Göttingen die Demonstration bewilligt hat und diese durch die Polizei schützen lässt, werden wir da sein und ihnen laut und entschlossen den Weg verstellen! Unsere Zukunft ohne Nazis – kein Raum für rassistisches, nationalistisches und sexistisches Gedankengut in Göttingen, Goslar oder sonstwo!
Kommt mit uns auf die Straße, seid laut und kreativ. Gemeinsam setzen wir uns solidarisch für eine Zukunft ohne Nazis ein!

Am 25.04. wird es in Göttingen unterschiedliche Aktionen geben, an denen ihr euch beteiligen könnt, haltet eure Augen und Ohren offen!
Uns haben bereits folgende Aufrufe erreicht:
- Antifaschistische Jugenddemo „Unsere Zukunft – Unsere Stadt“ um 16h am Gänseliesel
- Kundgebung ab 17 Uhr am Platz der Göttinger Sieben von der Basisdemokratischen Linken und am 23.04. gibt es von der BL um 18 Uhr im Autonomicum eine Info-Veranstaltung zum TddZ und den Gegenmobilisierungen
- Kundgebung vom Bündnis gegen Rechts um 17.15h auf dem Bahnhofplatz (s. Aufruf)

Entschlossen gegen Männerbünde und Neonazis auf die Straße!

Die jüngsten Ereignisse in Göttingen zeigen ganz klar: Gewalt von rechten Strukturen gehört immer noch zum Stadtbild. In der letzten Wochen kam es zu gewalttätigen Übergriffen von Burschenschaftlern und bekannten Neonazis gegenüber Linken. Es reiht sich ein in eine bundesweite rassitische Gewalt gegenüber Geflüchteten. Berichte zu den jüngsten Ereignissen in Göttingen gibt es auf monsters oder auch im Göttinger Tageblatt (1., 2. und 3.).
Es heißt sich entschlossen und solidarisch gegen diese Form der ‚rechten Konjunktur‘ zu stellen, Männerbünde aufzulösen und Neonazis zu bekämpfen! Im Aufruf zur Demonstration1 „Die rechte Konjunktur lahmlegen. Männerbünde auflösen. Neonazis bekämpfen.“ werden die Ereignisse im Zusammenhang mit der gesamtgesellschaftlichen Struktur gesetzt.
Wir rufen euch auf den rechten Strukturen entschlossen an jedem Ort entgegenzutreten und mit uns auf die Straße zu gehen gegen jede Form rechter Gewalt:

Kommenden Montag, am 10.08. um 19 Uhr sehen wir uns auf der Straße, die Demonstration startet vom Alten Rathaus.

$inen weiteren Aufruf gibt es von der Wohnrauminitiative Göttingen.

Männerbünde auflösen

  1. Die rechte Konjunktur lahmlegen. Männerbünde auflösen. Neonazis bekämpfen.
    Was geschah. (mehr…)