Tag-Archiv für 'demo'

Entschlossen gegen Männerbünde und Neonazis auf die Straße!

Die jüngsten Ereignisse in Göttingen zeigen ganz klar: Gewalt von rechten Strukturen gehört immer noch zum Stadtbild. In der letzten Wochen kam es zu gewalttätigen Übergriffen von Burschenschaftlern und bekannten Neonazis gegenüber Linken. Es reiht sich ein in eine bundesweite rassitische Gewalt gegenüber Geflüchteten. Berichte zu den jüngsten Ereignissen in Göttingen gibt es auf monsters oder auch im Göttinger Tageblatt (1., 2. und 3.).
Es heißt sich entschlossen und solidarisch gegen diese Form der ‚rechten Konjunktur‘ zu stellen, Männerbünde aufzulösen und Neonazis zu bekämpfen! Im Aufruf zur Demonstration1 „Die rechte Konjunktur lahmlegen. Männerbünde auflösen. Neonazis bekämpfen.“ werden die Ereignisse im Zusammenhang mit der gesamtgesellschaftlichen Struktur gesetzt.
Wir rufen euch auf den rechten Strukturen entschlossen an jedem Ort entgegenzutreten und mit uns auf die Straße zu gehen gegen jede Form rechter Gewalt:

Kommenden Montag, am 10.08. um 19 Uhr sehen wir uns auf der Straße, die Demonstration startet vom Alten Rathaus.

$inen weiteren Aufruf gibt es von der Wohnrauminitiative Göttingen.

Männerbünde auflösen

  1. Die rechte Konjunktur lahmlegen. Männerbünde auflösen. Neonazis bekämpfen.
    Was geschah. (mehr…)

Jeden Tag ein 8. März!

Grenzenlos feministisch kämpfen – kein Platz für Antifeminismus, Rassismus, Homo- und Transphobie!
Auch dieses Jahr gibt es in Göttingen ein Bündnis, dass aufruft für Feminismus auf die Straße zu gehen:
Feminist fighting beyond boundaries – against antifeminism, racism, homophobia and trans*phobia!

Antifeministische Positionen erfahren in letzter Zeit Aufwind und sind weit verbreitet. Fundamentalistische ChristInnen, Männerrechtler, organisierte Neonazis, RechtspopulistInnen und nicht zuletzt die ‚WutbürgerInnen‘ aus der sogenannten Mitte der Gesellschaft inszenieren sich als VerteidigerInnen traditioneller Familien- und Geschlechterbilder. Sie verbreiten dabei unter großem Medieninteresse altbekannte patriarchale Normen, indem sie sich auf das Bild eines weißen, deutschen ‚Normalbürgers‘ aus der Mittelschicht beziehen. Sie treten für eine angeblich ‚natürliche‘ Geschlechterordnung ein, die sich ausschließlich an heterosexuellen Lebensweisen orientiert.
Diese Ordnung sehen AntifeministInnen von feministischen Forderungen wie der Gleichberechtigung aller Geschlechter bedroht und werten diese pauschal als ‚Genderismus‘ ab. Mit der Argumentation, heute sei ‚doch schon alles erreicht‘, wird der Kampf für Gleichberechtigung als ‚Gender-Wahn‘ gelangweilter Frauen* abgetan und Gewalt gegen FrauenLesben und Trans*-Menschen verharmlost. Solchen antifeministischen Positionen gilt unsere Kampfansage.

Antifeminist positions are on the rise and are already widespread. Fundamentalist Christians, organized neo-Nazis, right-wing populists and, not least among them, ‘angry citizens’ (‘Wutbürger’) from the so-called center of society all feel called upon to defend traditional images of gender and family values. Viewed with great interest by the media, they spread notoriously patriarchal norms by referring to the image of a white German middle-class ‘normal’ citizen. They advocate a supposedly natural gender order framed by an exclusively heterosexual way of living.
Antifeminists consider this order to be threatened by feminist claims to equality for all genders. Antifeminists therefore depreciate the claims as all being ‘genderism’. Arguing that ‘nowadays all that has already been achieved’, they dismiss the struggle for equality as ‘gender hysteria of bored women’ and trivialize violence against women, lesbians and trans*people. We are calling to fight against such antifeminist positions!

Gegen rassistische Grenzziehungen
Antifeministische Positionen richten sich nicht nur gegen vielfältige Lebensweisen, sondern verbinden sich auch mit dem rassistischen Weltbild von extremen Rechten, Konservativen und ‚WutbürgerInnen‘. Ein Beispiel hierfür ist die Pegida-Bewegung. Seit ihrem Entstehen als Sprachrohr für unterschiedliche rassistische Vorurteile haben sich Übergriffe auf Migrant*innen und Flüchtlinge in Deutschland mehr als verdoppelt. Pegidas rassistische Angstmache vor einer angeblichen ‚Islamisierung‘ der Gesellschaft nutzt auch vermeintlich feministische Positionen, um rassistische Grenzen zu ziehen:
Das angebliche Eintreten für Frauenrechte dient der Abwertung ‚nicht-westlicher Kultur‘ als gewaltvoll und rückständig und damit der eigenen Aufwertung. In dieser Denkweise werden antifeministische und rassistische Positionen zu dem Ziel miteinander verbunden, weiß-deutsche, männliche und heterosexuelle Privilegien aufrecht zu erhalten.

Against constructing racist boundaries
Antifeminist positions not only oppose diverse ways of living, but also correspond to the racist attitude of the extreme right, conservatives and ‘angry citizens’. This can be seen at the example of the Pegida movement. Since it started voicing all kinds of racist prejudices, the number of attacks against refugees and migrants in Germany has doubled. Pegida’s racist agitating against the ‘islamization’ of society also uses supposedly feminist positions to draw racist boundaries: In the name of defending women’s rights, ‚non-Western cultures’ are devalued as violent and backwards which at the same time serves to enhance their own status. In this argument antifeminist and racist positions are united in order to keep up white German male heterosexual privilege.

Gegen starre Grenzen zwischen Männlichkeiten und Weiblichkeiten
Antifeministische Strömungen haben die Vorstellung gemeinsam, dass es nur zwei Geschlechter gibt. Diese hätten grundsätzlich so verschiedene Eigenschaften, Fähigkeiten und Persönlichkeiten, dass zum Beispiel die ungleiche Arbeitsteilung und Bezahlung von Frauen und Männern ‚natürlich‘ und unveränderbar sei.
Diese Vorstellung ist patriarchal, weil sie männliche Privilegien aufrecht erhält und Weiblichkeiten abwertet. Außerdem ist sie Grundlage dafür, dass die weiß-deutsche Vater-Mutter-Kind-Familie rechtlich und gesellschaftlich bevorzugt wird. Indem von einem ‚natürlichen‘ Begehren von Männern gegenüber Frauen (und umgekehrt) ausgegangen wird, werden alle nicht-heterosexuellen Lebensweisen abgewertet. Diese Abwertung zeigt sich u.a. in der Hetze gegen sexuelle Vielfalt in Schullehrplänen. An dieser beteiligen sich teilweise dieselben Menschen, die sich auch bei Pegida, bei Kundgebungen gegen Abtreibungsrechte und/oder in der rechten Partei Alternative für Deutschland (AfD) engagieren.

Against rigid boundaries between masculinity and femininity
Antifeminist currents share the idea that there are only two genders. Men and women are considered to be so essentially different in characteristics and abilities that inequalities in the division of labour and wages appear as something ‘natural’ and unchangeable.
This idea is patriarchal because it promotes male supremacy and devalues femininity. It is also at the core of the social and legal privileging of white German nuclear families with father, mother and child(ren). By assuming a ‘natural’ desire between men and women, non-heterosexual ways of living are delegitimized. This devaluation is illustrated, for example, in the hate campaign against sexual diversity as part of school curricula. Many of the people participating in this campaign are the same as those joining Pegida, marching against abortions and/or working for the Alternative Party for Germany (AfD).

Feministisch kämpfen, Grenzen einreißen – am Internationalen Frauenkampftag und auch sonst!
Der Internationale Frauenkampftag geht auf Streiks von Textilarbeiterinnen am 8. März 1908 in St. Petersburg und New York zurück, die für menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen und gegen Ausbeutung gekämpft haben. Seit 1921 steht der 8. März u.a. für den Kampf gegen Krieg, für Frauenwahlrecht, für gleichen Lohn bei gleicher Arbeitsleistung, gegen sexualisierte Gewalt und für Selbstbestimmung.
In dieser Tradition kämpfen wir für eine Gesellschaft jenseits von starren Geschlechtergrenzen und Hetero-Zwang, sexistischer und rassistischer Gewalt sowie nationalistischen Grenzpolitiken. Wir kämpfen für eine solidarische Gesellschaft, in der Menschen im Mittelpunkt stehen und nicht nur ihr wirtschaftlicher Nutzen.

Feminist fighting beyond boundaries! On International Women’s Day and always!
The International Women’s Day goes back to strikes of textile workers on March 8th 1908 in St.Petersburg and New York. These were fights for humane working and living conditions and against exploitation. Ever since 1921, the 8th of March represents the struggle against war, for women’s vote, for equal pay for the same work, against sexual violence and for a self-determined life.
As part of this tradition we fight for a society beyond rigid gender boundaries and compulsory heterosexuality, against sexist and racist violence and against nationalist border policies. We fight for a society of solidarity, which is built for the people and not on their economic use.


    – am Samstag, 7. März, ab 14h, Gänseliesel Gö. –
    Gib Antifeminismus keinen Raum – am 7. März auf der Straße und auch sonst immer und überall!
    Jeder Tag ein 8. März!


    – Saturday, March 7th, starting 2 p.m., Gänseliesel Göttingen –
    No to antifeminsm – out on the streets on March 7th and everywhere else always!
    Every day is 8th of March!

8. März-Bündnis Göttingen 2015

Aber nicht nur in Göttingen wird am 7. März für Feminismus und gegen Rassismus, Homo- und Transphobie… gekämpft:

in Hannover ruft ein breites Frauenbündnis zum 7. März unter dem Motto „KEIN MENSCH IST ILLEGAL – Solidarität mit geflüchteten und in ihrer Existenz bedrohten Frauen“ zum internationalen Frauentag auf. Des weiteren gibt es eine Vielzahl von Veranstaltungen rund um den 8. März, nachzulesen in der Zeitung vom Bündnis.

in Potsdam rufen Women in Exile am 7. März zu einer Demo und Protestaktion „Keine Lager für Frauen! Alle Lager abschaffen!“ auf: (in other languages here)

„Keine Lager für Frauen! Alle Lager abschaffen!“
Samstag, 7. März 2015, 14°° Potsdam Hbf
Demo und Protestaktion vor dem Landtagsgebäude

Beim Feiern des Internationalen Frauentags 2015 wollen wir genau hinsehen, wie die Landesregierung Brandenburgs und die Bundesregierung Deutschland uns behandelt: In den letzten Jahren haben wir sie immer wieder aufgefordert, zumindest Frauen und Kindern die Möglichkeit zu geben, aus den Lagern auszuziehen. Trotzdem sehen wir, dass den lokalen Behörden Geld zur Verfügung gestellt wird, mit dem sie bereits existierende isoliert liegende Lager ausbauen, und zu den bereits bestehenden Lagern neue dazu kommen.
Wir sehen keine Veränderung unserer Situation: Immer noch liegt die Mindestquadratmeterzahl, die Asylsuchenden zugeteilt wird, bei 6qm pro Person. Immer noch werden wir oft mit der Unterbringung in abgelegenen Unterkünften ausgegrenzt und sind damit rassistischen Angriffen ausgeliefert. Immer noch wird uns selten die Möglichkeiten gegeben, in privaten Wohnungen zu leben wie andere Menschen auch. Und mit einer Änderung des Baurechts ist nun auch das Bauen von Lagern in Gewerbegebieten erlaubt.
Flüchtlingsfrauen leiden darunter am meisten. Denn normalerweise sind die Frauen diejenigen, die sich verantwortlich fühlen, unter solchen menschenunwürdigen Lebensbedingungen den Alltag für die ganze Familie zu organisieren.

Deshalb erneuern wir unseren Appell: „Keine Lager für Frauen! Alle Lager abschaffen!“

Wir fordern von der Bundesregierung:

    Beenden Sie ihre rückwärtsgewandte Abschreckungspolitik der 90er-Jahre, die das Ziel hat, Flüchtlinge von der Einreise nach Deutschland abzuhalten oder sie zum Zurückkehren zu zwingen!

Wir fordern von den Landesregierungen:

    Erlassen Sie landesweite Regelungen, die die Landkreise und Bezirke anweisen, Flüchtlinge in Wohnungen unterzubringen – vor allem die Frauen und Kinder!

Wir fordern von den lokalen Behörden:

    Integrieren Sie Flüchtlinge in Ihre Landkreise und Bezirke, indem Sie ihnen die Möglichkeit geben, in Wohnungen – wo immer sie wollen – zu leben!

An alle Flüchtlingsfrauen: Lasst uns gemeinsam ein menschenwürdiges Leben für alle einfordern!

An alle Frauenorganisationen, feministischen Organisationen,an alle antirassistischen und Menschenrechtsorganisationen: Unterstützt uns und unsere Forderungen! Kommt zahlreich und gemeinsam mit Asylsuchenden aus euer Nachbarschaft!

Weitere Aktionstage, Demonstrationen in eurer Umgebung gibt es sicherlich. Informiert euch, zeigt euch solidarisch, kämpferisch, seit laut und geht auf die Straße:
Jeden Tag ein 8. Märzt, jeden Tag ein Frauenkampftag!

Solidarität gegen Kongress „Sexualethik und Seelsorge“ in Kassel

    Für sexuelle Selbstbestimmung in Kassel und überall

Mit großer Sorge blicken wir auf den Kongress „Sexualethik und Seelsorge“ Ende Mai in Kassel. Leider bietet der Kongress wiederum Referenten und Referentinnen ein Forum, die seit Jahren eine angebliche „Heilbarkeit“ von Homosexualität propagieren. Deshalb rufen wir zu einer Demonstration am Freitag, den 23. Mai 2014, um 16:00 Uhr in Kassel auf.

In mehreren Aufrufen und Aktionen des Bündnisses gegen Sexismus, Homophobie und religiösen Fundamentalismus, des LSVD und anderen Verbänden wurde das Weiße Kreuz wiederholt dafür kritisiert, Referenten und Referentinnen mit sexistischen und homophoben Einstellungen ein Forum zu bieten. Die Bundesregierung (BT-Drs. 16/7917) und die Landesregierung von Sachsen-Anhalt (LT-Drs. 6/2981) haben die Aktivitäten dieser „Homoheiler“ als unwissenschaftlich und schädlich verurteilt. Alljährlich gedenken wir mit dem 17. Mai 1990 den Tag, an dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschloss, Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel zu streichen. Die Einführung der „eingetragenen Partnerschaft“ und des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) zeigt die in den letzten Jahren zunehmende gesetzliche und gesellschaftliche Anerkennung von Homosexualität. Die Stadt Kassel wendet sich mit dem 2010 etablierten Runden Tisch gegen Homophobie und Transphobie.
Wir lehnen jegliche sexistische, homophobe und diskriminierende Einstellungen ab!


Treffpunkt: Vorplatz Hauptbahnhof Kassel, 16:00 Uhr
Route: Ständeplatz – Fünffensterstraße – Obere Königsstraße – Königsplatz
Kundgebung: Königsplatz um ca. 17:30 Uhr

mehr Infos auf der Homepage des Bündnis

Außerdem Kundgebung am 24.05. von 14 – 15:30 Uhr bei der Leuschnerstraße 72b

Um den Kongress von Weisses Kreuz e.V. neben Demo & Kundgebung kritisch/kreativ zu begleiten gibt es die Möglichkeit dies gemeinschaftlich bis einschließlich Samstag in den Räumen des AVZs zu tun. Schlafplätze möglich! Mail: queere-solidaritaet@gmx.de

Queer & antifaschistisch & antirassistisch gegen den „Eichsfeldtag“ der NPD!

Am 17.5. ist es wie­der so weit: zum vier­ten Mal in Folge fin­det der “Eichs­feld­tag” in Lei­ne­fel­de statt. Dies­mal lau­tet das Motto: „Na­tio­na­le Po­li­tik in die Par­la­men­te!“. Die Pro­tes­te gegen das Na­zi­fest sol­len die­ses Jahr auf brei­te­re Füße ge­stellt wer­den: Zum einen möch­ten wir als wei­te­res Thema die Si­tua­ti­on der Ge­flüch­te­ten im Land­kreis Eichs­feld kri­ti­sie­ren, ins­be­son­de­re die Ver­hält­nis­se um das Flücht­lings­heim Brei­ten­wor­bis. Zum An­de­ren ist der 17.​05. aus­ge­rech­net der Tag gegen Homo- und Trans*pho­bie, wes­we­gen wir zu einem Queer­block auf­ru­fen.

Eichs­feld­tag

Die Ver­bin­dung aus Rechts­rock­kon­zert und Na­zi­pro­pa­gan­da zeich­net sich durch die „braun-​​bun­te Mi­schung“ aus. An­ders als bei an­de­ren Ver­an­stal­tun­gen der NPD be­steht das Pu­bli­kum hier nicht nur aus ge­fes­tig­ten Par­tei-​Mit­glie­dern und Ka­me­rad­schafts­fa­schos. Die hier an­ge­spro­che­ne Ziel­grup­pe ist eher eine Me­lan­ge aus Ju­gend­li­chen, jun­gen Fa­mi­li­en, frus­trier­ten Bür­ger*innen und von ras­sis­ti­schen Res­sen­ti­ments ge­präg­ten Op­fern ihrer selbst. Damit knüpft die NPD an ihre bis­he­ri­ge Stra­te­gie, „die Städ­te vom Land aus zu er­obern“, an. Be­son­ders in länd­li­chen und struk­tur­schwa­chen Ge­bie­ten stellt sie sich als „ein­zi­ge Par­tei, die sich für die Re­gi­on in­ter­es­siert“ und sich für diese ein­setzt, dar. Als frech und re­bel­lisch, aber auch fa­mi­li­en­freund­lich soll der Eichs­feld­tag der NPD ver­kauft wer­den, um dem Pu­bli­kum eine „echte Al­ter­na­ti­ve“ zum lang­wei­li­gen All­tag bie­ten zu kön­nen. Bei Hei­ses Ver­an­sta­ltung soll es näm­lich nicht nur um die Un­ter­hal­tung des „All­tags­na­zis“ gehen. Sie ist ein In­stru­ment, um den rech­ten Kon­sens des Na­tio­na­lis­mus und Ras­sis­mus in die Ge­sell­schaft zu tra­gen. Mit In­for­ma­ti­ons­stän­den zu ver­schie­de­nen rech­ten Kam­pa­gnen und Or­ga­ni­sa­tio­nen könn­te mensch sich ein ei­ge­nes Bild ma­chen. Bür­ger­nah und mit der Be­die­nung völ­ki­scher Ideo­lo­gie soll und wird die ras­sis­ti­sche, na­tio­na­le Mitte der Ge­sell­schaft an­ge­spro­chen. Durch die lo­ka­le Ar­beit wer­den schnel­ler Kon­tak­te ge­knüpft, es wird sich zu Dorf­fes­ten oder im Sport­ver­ein en­ga­giert und somit Ak­zep­tanz für die „net­ten Rech­ten von Ne­ben­an“ ge­schaf­fen. Be­son­ders Ju­gend­li­che sol­len für die rech­te Szene ge­won­nen wer­den.

No Hei­mat – No Heise

Or­ga­ni­sa­tor des „Na­tio­na­len Kund­ge­bungs­ta­ges“ ist der NPD-​Eichs­feld Kreis­tags­ab­ge­ord­ne­te Thors­ten „Totti“ Heise. Der in sei­ner „Wahl­hei­mat“ Fret­tero­de an­ge­sie­del­te, gut an­ge­se­he­ne Herr, ver­treibt eine ganze Pa­let­te an rech­ter Pro­pa­gan­da, Musik, Kla­mot­ten und sogar Waf­fen. Auch die NPD Schul­hof-​CD ist auf sei­nem Mist ge­wach­sen. Er kann durch­aus als Bin­de­glied zwi­schen Frei­en Kräf­ten und NPD be­zeich­net wer­den. Ihm wird au­ßer­dem vor­ge­wor­fen, „NSU“-Ver­bin­dungs­mann zu sein. Er fiel in der Ver­gan­gen­heit unter an­de­rem mit An­grif­fen auf das Ju­gend­zen­trum „Juzi“ in Göt­tin­gen, Kör­per­ver­let­zung, Nö­ti­gung, Land­frie­dens­bruch und dem Ver­such, einen Men­schen mit dem Auto zu über­fah­ren, auf.

Re­fu­gees Wel­co­me
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Refugee Protestcamp in Göttingen

Ab Freitag, den 4. April 2014 um 13 Uhr wird auf dem Jakobikirchhof in Göttingen ein Protestzelt für ein Bleiberecht für alle stehen. Die Solidaritätsdemonstration ist für Freitag um 17 Uhr geplant.
Refugee Protestcamp in Göttingen
Die Veranstalter*innen rufen auf auf mehreren Sprachen auf iherer Homepage auf sich solidarisch zu den Forderungen der Protestierenden zu zeigen:

Dear citizens!

We refugees from Göttingen and surroundings have decided to establish a protest camp at the Jacobi Church Square, starting on Friday 4 April 2014 at 1 p.m., as an initial point to make our protest public. At the same day we’ll demonstrate from 5 p.m. together with supporters for a right of residence and for equal rights – we’ll start in front of the church Jacobi and then move through the city center.

We are refugees from different countries, living in Göttingen and surroundings. The reason for our protest are the degrading and bullying living conditions which we are exposed to day-to-day, and the never ending fear of being deported. The racist legislation in Germany enables all this.

Which are the problems of us refugees?
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Her mit dem ganzen Leben – Auf zum Frauen*kampftag 2014!!!

Her mit dem ganzen Leben – Fight for Feminism!

Mit dieser Forderung gehen am internationalen Frauen*kampftag verschiedene Gruppen, Institutionen und Einzelpersonen in Göttingen auf die Straße, um gemeinsam für ein selbstbestimmtes Leben und gegen die alltägliche Gewalt an Frauen*, Lesben und Trans* einzustehen. Nach wie vor werden in unserer Gesellschaft Frauen*, Lesben und Trans* in vielerlei Hinsicht benachteiligt und Männer* privilegiert. Die zweigeschlechtliche Ordnung macht sich in allen Lebensbereichen bemerkbar: Sie verteilt Macht, Geld und Anerkennung höchst ungleich. Sie legt uns nahe, dass und wie wir uns ausschließlich als „Männer“ oder „Frauen“ wahrnehmen sollen, wie wir denken und fühlen sollen, wen und wie wir lieben sollen, was wir zu tun und zu lassen haben und eben auch, was uns zusteht oder auch nicht.

Keine Zeit keine Zeit keine Zeit, hören wir immer wieder – Super-busy-Sein ist heutzutage schon fast ein Muss.
Unser Alltag ist von morgens bis abends durchstrukturiert: Schule, Ausbildung, Freizeit, Familie, Freund*innen oder Job – wenn man eine_n hat – müssen in Einklang gebracht werden. Die sogenannte Lohnarbeit, die immer noch hauptsächlich männlich dominiert wird, bestimmt trotz mehr als hundert Jahre langen Kämpfen für kürzere Arbeitszeiten immer noch das Leben vieler. In kapitalistisch organisierten Gesellschaften gilt Lohnarbeit als das einzige Mittel, sowohl für die Befriedigung unserer Grundbedürfnisse zu sorgen, als auch um am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können, Anerkennung zu bekommen und Rechte zu erhalten.
Beim Wettbewerb um möglichst existenzsichernde Arbeitsplätze werden aber bereits viele Menschen ausgeschlossen und benachteiligt, indem ihnen Zugänge verwehrt oder erschwert werden. Eine Rolle spielt deshalb nicht nur die gesamtgesellschaftliche Benachteiligung von Frauen*, Lesben, Trans*, sondern auch, welchen Pass ich besitze, woher ich komme, wie gesund ich bin uvm.

Caring for…Patriarchy?
In dem ganzen Konkurrenzzirkus werden außerdem weitere zum Leben wichtige Dinge abgespalten, die sich nicht daran messen, wie total kompetent, flexibel, dynamisch und gutaussehend wir im Job sein sollen. Dazu zählen (Für-)Sorge-, Haus- und Beziehungsarbeit und vieles mehr. Diese unsichtbare, meist unbezahlte und nicht anerkannte Arbeit wird in der BRD nach wie vor hauptsächlich von Frauen* geleistet. Das ist eine notwendige Voraussetzung dafür, dass Arbeitskraft weiterhin zur Verfügung gestellt werden kann. Beide Bereiche, Lohn-und (Für-) Sorgearbeit, sind grundsätzlich aufeinander angewiesen. Damit basiert die gesamte Organisation gesellschaftlich notwendiger Arbeit auf einem vergeschlechtlichen, patriarchalen Verhältnis. Sichtbar wird dieses auch darin, dass in Berufen, in denen der Frauen*anteil am Höchsten ist, die meisten Arbeitsplätze unsicher und schlechter bezahlt sind. Besserverdienende Frauen* mit guten Jobs wiederum können die Haus- und (Für-)Sorgearbeit als schlecht bezahlte an Menschen abgeben, die auf dem Arbeitsmarkt schlechtere Chancen haben. Dazu zählen vor allem Migrant*innen und Menschen mit niedrigen Bildungsabschlüssen. Denn wie gut ich an der Gesellschaft teilhaben kann, ist abhängig davon, ob ich weiß-deutsch, mit Pass, heterosexuell, körperlich unversehrt, (bildungs-)bürgerlich bin und damit der gesellschaftlich vorgegebenen Norm entspreche.

4in1: Her mit dem ganzen Leben! (mehr…)