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Workshop: Rassismus gegen Roma und Sinti, erkennen, benennen und entgegenwirken

Veranstaltungen zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Der Flyer der aktuellen Veranstaltungsreihe 2018/19 vom Bündnis „Gedenken an die Opfer des National­sozialismus“ ist da:
Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Neben unserem Workshop in Zusammenarbeit mit der DGB und ver.di „Rassismus gegen Roma und Sinti benennen, erkennen und entgegenwirken“ am 17. November und dem Film von Tali Tiller „My Two Polish Loves“ am 10. Januar im Lumiere in OmU mit anschließendem Gespräch wird es auch dieses Jahr wieder mehrere andere spannende Veranstaltungen geben:
Neben Stadtrundgängen zu jüdischer Geschichte in Moringen am 9.11. und Widerstand in Göttingen am 7.12., wird es eine Buchvorstellung zu „Postnazismus & Populärkultur“ über das Nachleben faschistoider Ästhetik in Bildern der Gegenwart mit Jelena Jazo am 23.11. in Northeim sowie eine Lesung mit Jennifer Teege „Amon – Mein Grossvater hätte mich erschossen“ am 12.1. in Göttingen geben. Daneben finden wir eine Veranstaltung zu den Kontinuitäten „vorbeugender Verbrechensbekämpfung“ von der NS bis zum Bayrischen Polizeigesetz am 11.12. mit Rasmus Kahlen in Göttingen. Abgerundet wird das Programm durch eine Diskussion vom Bündnis mit Esther Bejarano, Prof. Habbo Knoch und Cornelia Siebeck zu dem Thema „Wenn die Shoah zum Vogelschiss erklärt wird – Erinnern in Zeiten des Rechtsruck“ am 31. Januar in Göttingen.

1. bundesweites Frauen*streiktreffen in Göttingen!

2019 wird es auch in Deutschland einen bundesweiten Frauen*streik geben, doch das will gut vorbereitet sein. Wie es der Zufall will, findet das 1. bundesweite Netzwerktreffen zum Frauen*streik 2019 vom 10.-11.11.2018 in Göttingen statt. Kommt zahlreich, informiert euch, diskutiert mit und bereitet euch mit uns und all den anderen Feminist*innen vor auf den März 2019 wenn wir massenhaft auf die Straße gehen um auf unsere Forderungen aufmerksam zu machen!

Die Einladung der Vorbereitungsorganisator*innen aus Berlin:
Frauen*streik Berlin

Liebe Frauen*,

in diesem Jahr sind zum Frauen*kampftag wieder viele Menschen in über 20 deutschen Städten auf die Straße gegangen. So viel wie seit Jahrzehnten nicht. Unser Blick wanderte am 8. März aber auch nach Spanien. Was wir diesen 8. März dort gesehen haben, war beeindruckend und inspirierend. Über 5 Millionen Menschen sind auf die Straße gegangen, haben Erwerbs- und/oder Sorgearbeit niedergelegt und an Universitäten und Schulen blockiert – dieser feministische Streik hat es geschafft, das Land teilweise lahmzulegen und hat gleichzeitig viel Unterstützung und Verständnis in der Bevölkerung aufbauen können. Auch in Argentinien, den USA, Polen und anderen Ländern riefen Frauen* zum Streik auf.

Wir denken, dass es auch in Deutschland, die Notwendigkeit und die Möglichkeit gibt, sich mit einem bundesweiten Frauen*streik am 8. März 2019 an diese internationale Bewegung anzuschließen und feministische Themen und Anliegen auf die allgemeine Agenda zu setzen. Bestreikt werden soll nicht nur die Lohnarbeit, sondern alle Tätigkeiten, die Frauen so häufig unentlohnt und unsichtbar ausführen, und die gesellschaftlichen Verhältnisse, die sie oft in unsicheren und gewaltvollen Situationen festhalten.

Dabei geht es jedoch nicht nur um diesen einen Tag, sondern es geht um einen gemeinsamen Prozess der Vernetzung, der Debatte, der Entwicklung und Erprobung neuer Streikformen im außerbetrieblichen Feld – auch den 8. März 2020 haben wir bereits fest im Blick.

Mehr Infos zum Hintergrund
- neues Deutschland, 25.4., „Feministischer Streik: Zeit für die nächste Eskalationsstufe“
- Ada Magazin, 9.8., „Frauenstreik: Einfach machen
- arte, 11.4., „Der große Frauenstreik – Junge Spanierinnen machen Politik
- Lower Class Magazine, 24.9., „Und alle Räder stehen still…

Was läuft gerade schon?
In einigen Städten und Regionen (derzeit Berlin, NRW, Leipzig, Freiburg) bilden sich gerade Arbeitsgruppen heraus, die sich um die grundlegende Infrastruktur kümmern. Das bedeutet u.a. Treffen und Veranstaltungen organisieren, eine Webseite und Design entwickeln, einen Aufruf und Material entwerfen, die Öffentlichkeitsarbeit aufnehmen und den Kontakt zu weiteren Gruppen und Frauen herstellen. Der feministische Streik am 8. März soll aber dezentral angelegt sein. Wir wollen Formen finden und gegenseitige Unterstützung anbieten, damit sich Frauen* in großen und kleinen Städten und Orten, in bestehenden oder neugegründeten Gruppen ebenso wie ohne Anschluss am Streik beteiligen können. Wie das die Spanierinnen gemacht haben, könnt Ihr Euch hier durchlesen.

Am 10./11. November soll es ein bundesweites Treffen in Göttingen geben. Alle Infos findet ihr hier.
Für die bessere Planungm, meldet euch bitte bis zum 5. Novmber an unter: anmeldungfrauenstreik2019@riseup.net.

Ich möchte mitmachen! Was kann ich tun?
- Schreib uns wo Du wohnst, vielleicht können wir Dich direkt an ein lokales Netzwerk oder andere interessierte Frauen* vermitteln. Wir können Dich dann auch auf einen Verteiler setzen, über den bald regelmäßig Newsletter kommen sollen. Da und auf der Webseite gibt es dann auch mehr Material und Hinweise für Beteiligungen im Vorfeld oder am 8. März selbst.
- Sprich mit Deinen Freundinnen, Bekannten und Kolleginnen über die Idee eines feministischen Streiks. Vielleicht wollt Ihr zusammen eine neue lokale Arbeitsgruppe bilden (dann sagt uns bitte auch Bescheid).
- Ladet uns ein für interne Runden oder öffentliche Veranstaltungen. Wir versuchen dann alles, jemanden vorbeizuschicken.
- Die Journalistinnen in Spanien haben einen eigenen Aufruf zur Situation und den Forderungen in ihrem Arbeitsfeld gestartet. Den könnt Ihr Euch hier ansehen. Sprich mit Deinen Kolleginnen, ob Ihr so einen Aufruf auch für Euer Berufsfeld aufsetzen möchtet. (Wir können den dann gerne auf unserer Webseite einbinden.)
- Leite diese Einladung weiter – wir wollen mehr werden, überall in Deutschland!

Mit solidarischen Grüßen,
Koordinierungskreis des Frauen*streiks Berlin

Für das Netzwerktreffen in Göttingen am 10.-11. November werden auch noch Schlafplätze für die anreisenden Feminist*innen gesucht! Wenn ihr bei euch Übernachtungsmöglichkeiten habt, dann schreibt bitte an schlafplatz_femvernetzung@riseup.net mit entsprechenden Informationen (Adresse, wie viele Schlafplätze angeboten werden können, ob Isomatte/Schlafsack benötigt wird und ganz wichtig: eine Kontaktnummer). Danke für eure Unterstützung!

„Mein Körper, meine Verantwortung, meine Entscheidung“ – weg mit §218!

Am 22.09.2018 fintet unter diesem Motto am Brandenburger Tor, in Berlin ab 12 Uhr ein Aktionstag für sekuelle Selbstbestimmung statt. Organisiert wird der Tag durch ein großes Bündnis, über dieses und deren Aktionen und Kampagnen findet ihr auf ihrer Seite. Wir unterstützen das Bündis und deren Forderungen. Wir rufen euch auf: geht auf die Straße in Berlin oder anderswo gegen sog. Lebensschützer und für unser Recht auf Selbstbestimmung!

#wegmit218 #wegmit219

In der Bündniserklärung machen sie deutlich, worum es ihnen geht:

Sexuelle Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht!
Leben und Lieben ohne Bevormundung

Christliche Fundamentalist*innen sammeln sich jedes Jahr im September zusammen mit führenden Mitgliedern der AfD am Bundeskanzleramt in Berlin, um von dort ihren so genannten „Marsch für das Leben“ zu beginnen. Sie wollen zu Verhältnissen zurückkehren, wie sie in Irland bisher geherrscht haben und in Polen Alltag sind: Sie fordern das totale Verbot des Schwangerschaftsabbruchs und die Bestrafung von Frauen sowie daran beteiligten Ärzt*innen. Nach ihrem Weltbild ist ein Schwangerschaftsabbruch „vorgeburtliche Kindestötung“ und Mord. Sie sprechen von „Babykaust“ und relativieren damit den Holocaust.

Ihr Begriff des „Lebensschutzes“ beinhaltet die totale Kontrolle der Frau* und die Herstellung der „alten Ordnung“ mit der „heiligen Familie“ im Zentrum. Mädchen* und Frauen* soll die Selbstbestimmung über ihr eigenes Leben und ihren Körper verwehrt werden. Deshalb sind ihnen Gleichstellung und vielfältige Lebensentwürfe (wie Patchwork-Familien, gleichgeschlechtliche und zeitweilige Partner*innenschaften, Alleinerziehende und das Leben in Wohngemeinschaften mit und ohne (eigene) Kinder) ein Graus.

Es sind auch dieselben Leute, die Ärzt*innen – wie Kristina Hänel – mit Prozessen nach § 219a StGB überziehen. Wegen dieses Paragrafen aus der Nazizeit dürfen Ärzt*innen öffentlich nicht einmal mitteilen, dass sie Schwangerschaftsabbrüche vornehmen. Sie diffamieren Mediziner*innen als „Massentöter“, verleumden Fachkräfte auf Internetseiten und versuchen – manchmal erfolgreich – die Eröffnung entsprechender medizinischer Einrichtungen zu verhindern.

Die Gegner*innen des Rechts auf Schwangerschaftsabbruch organisieren militante Aktionen wie „Gehsteigberatungen“ vor medizinischen Einrichtungen und schüchtern Frauen* ein, die Hilfe suchen. Sie setzen Kliniken und Praxen unter Druck, keinen Schwangerschaftsabbruch vorzunehmen. Sie verbreiten Lügen über den Schwangerschaftsverlauf, über biologische Fakten und die psychischen Folgen eines Schwangerschaftsabbruchs.

Sie machen gegen offene Sexualaufklärung an Schulen mobil. Und sie instrumentalisieren das Thema Behinderung, indem der Schwangerschaftsabbruch als Mittel zur Aussonderung von Krankheit und Behinderung dargestellt wird.

In Irland hat die Bewegung gegen den starken Widerstand christlicher Fundamentalist*innen und Konservativer jetzt einen großen Erfolg errungen: Eines der striktesten Gesetze Europas gegen Schwangerschaftsabbruch wird nun gelockert.

Auch wir wollen diesen reaktionären Kräften entgegentreten und ihren wachsenden politischen und gesellschaftlichen Einfluss in Deutschland stoppen.

Darum rufen wir wie jedes Jahr zu Kundgebungen am Brandenburger Tor gegen den so genannten „Marsch für das Leben“ auf.

Wir fordern:

sofortige Streichung des § 219a StGB und freien Zugang zu Information über Schwangerschaftsabbruch.
umfassende Information über und den kostenfreien Zugang zu Verhütungsmitteln.
kostenfreie Vergabe der „Pille danach“ als Notfallverhütung.
uneingeschränkten Zugang zu legalem Schwangerschaftsabbruch und die Streichung des § 218 aus dem Strafgesetzbuch.
Ausbildung in den Methoden des Schwangerschaftsabbruchs in den Studiengängen für Medizin.
geschlechter- und kultursensible Sexualaufklärung für alle.
umfassende rechtliche Anerkennung aller Formen des Zusammenlebens.
soziale und ökonomische staatliche Unterstützung und die notwendige Infrastruktur für alle, die sich für ein Kind entscheiden, damit sie ihre eigene Lebensplanung aufrechterhalten können.

Sexuelle Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht!

Alle Menschen müssen diskriminierungsfrei über ihre Familienplanung und ihr Sexualleben entscheiden können und bei der Wahrnehmung ihrer Rechte unterstützt werden – unabhängig von ihrer Herkunft, sexuellen und geschlechtlichen Orientierung oder der sozialen, ökonomischen und gesundheitlichen Situation.

Hier erfährst du, wie du uns unterstützen kannst:

www.facebook.com/PRO.Familienplanung

www.twitter.com/Prochoice_DE

www.instagram.com/prochoice_de/

Hier kannst Du unsere Bündniserklärung ansehen.

*Die Schreibweise mit Sternchen stellt den Versuch dar, Identitäten jenseits der zugeschriebenen Zweigeschlechtlichkeit sichtbar zu machen. Die Schreibweise Frauen* soll verdeutlichen, dass nicht nur Frauen schwangere Personen sein können. Menschen mit Uterus sind nicht alle Frauen, und nicht alle Frauen können Kinder bekommen. Das * steht dabei für Personen, die nicht in die zweigeschlechtliche Matrix von “Frauen” und “Männern” passen (wollen). Die Kategorie “Frau” wird dennoch beibehalten, nicht als biologische, sondern als sozial hergestellte, um die ideologischen Projektionen und Konstruktionen auch durch die “Lebensschützer” abbilden zu können. (Quelle: “Kulturkampf und Gewissen. Medizinethische Strategien der »Lebensschutz«-Bewegung” von Kirsten Achtelik / Eike Sanders / Ulli Jentsch)

Recht auf körperliche Selbstbestimmung!

Ende August finden gleich zwei interessante Demonstrationen zum Thema Selbstbestimmung in Kassel statt:

„Gemeinsam lautstark für körperliche Selbstbestimmung“ heißt das Motto der Nachttanzdemo von FU*K (Feminism Unlimited Kassel) in Kassel. Los geht’s am 25.08.2018 ab 19 Uhr, es fängt an in der Goethestr. 47 und wird in der Arnold-Bode-Straße enden.

Die beiden Kasseler Frauenärztinnen Nora Szász und Natascha Nicklaus wurden von sogenannten „Lebensschützern“ angezeigt, weil sie angeblich für Schwangerschaftsabbrüche geworben hätten. Dies ist gemäß dem § 219a verboten. Im Prozess geht es um die Klärung, ob die bloße Information über Schwangerschaftsabbrüche schon Werbung ist. Es geht aber politisch auch um das Selbstbestimmungsrecht von Frauen, denen der Zugang zu solchen Informationen nicht vorenthalten werden darf.

Deswegen: Kommt zur Kundgebung und Gerichtsverhandlung (vor dem Amtsgericht Kassel, Frankfurter Str. 9) am 29.08.2018 ab 8:15, die Kundgebung wird nach der Verhandlung (Beginn 9 Uhr) fortgesetzt!

Kein Schlussstrich! – NSU-Komplex aufklären und auflösen!

Am 10.07.2018 hat das bundesweite Bündnis „Kein Schlussstrich“ eine Pressekonferenz zum NSU-Prozess gehalten:

Hierzu gibt es auch einen Bericht zum nachlesen:

„Die Aufklärung und Deutungshoheit im NSU-Komplex gehört nicht dem Gericht allein, sondern uns: der kritischen Öffentlichkeit.“

Nach 5 Jahren ist am Mittwoch der NSU-Prozess zuende gegangen und ein Urteil gesprochen worden. Trotz eines nicht enden wollenden Prozesses können wir leider bei Weitem nicht zufrieden sein mit dem Verlauf und dem Urteil. Der Prozess hat wie auch die vielen Sonderausschüsse o.ä. kaum etwas zur aufklärung des NSU-Komplexes beigetragen und auch das Urteil zeigt deutlich dass es an einem NSU-“Trio“ festhalten will und den Komplex als beendet erklären will. Wir fordern weiterhin:
Kein Schlussstrich! – NSU-Komplex aufklären und auflösen!
Verfassungsschutz auflösen – V- Leute abschaffen!
Dem aktuellen rassistischen Terror gegen Flüchtlinge und Migrant_innen entgegentreten!
Rassismus in Behörden und Gesellschaft bekämpfen!

Auch der NSU-Watch sagt:

„Dieses Urteil ist ein Schlag ins Gesicht für die Angehörigen der vom NSU Ermordeten und die Überlebenden des NSU-Terrors.“

wie in ihrer Pressemitteilung nachzulesen.

Auf der Webseite der TagX-Kampange findet ihr, was am Mittwoch in München und auch bundesweit so passiert ist.

Am Samstag, den 14.07.2018 treffen wir uns dann um 12h am Wilhelmsplatz in Göttingen – Kein Schlussstrich!
Ab Samstag wird es 14:00 bis 15:00 Uhr im Göttinger Stadtradio eine regelmäßige Sendereihe geben um den Verlauf des NSU-Prozesses noch einmal nachzuvollziehen.