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Aufruf zur Demonstration gegen die Kriminalisierung der G20-Proteste

Aus gegebenem Anlass machen wir auf die Demonstration am Samstag, 9.12.2017, um 16h am Platz der Synagoge in Göttingen aufmerksam.
Hier der Aufruf der Organisator_innen:

Unsere Antwort – Widerstand!
Demonstration gegen fortgesetzte Kriminalisierung der G20-Proteste am 9. Dezember 2017

Am 6. Dezember 2017 durchsuchte die Polizei im gesamten Bundesgebiet Wohnungen von Personen, die sich Anfang Juli an den Protesten gegen den G20-Gipfel beteiligten und bei dem gezielten Polizeiangriff am Rondenbarg zusammengeschlagen, teilweise schwer verletzt und in Gewahrsam genommen wurden. In Göttingen wurden zwei Wohnungen von Polizeieinsatzkräften gestürmt und auf den Kopf gestellt. Ohne weiteres wurde eine der zwei Wohnungen aufgebrochen, wobei eine Person verletzt wurde, die anschließend im Krankenhaus behandelt werden musste. Eine weitere Person wurde bei dem Versuch ihr zu helfen von Beamten der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) angegriffen und ebenfalls verletzt. Die BewohnerInnen der anderen Wohnung wurden von den Beamten schikaniert und waren der Demütigung ausgesetzt nur in Begleitung eines Polizisten die Toilette benutzen zu dürfen.

Klassenjustiz und politische Polizei haben zum einen ganz offensichtlich nichts in der Hand, mit dem sie den paramilitärischen Polizeieinsatz am Rondenbarg, die Ingewahrsamnahmen, Untersuchungshaft und die folgenden Prozesse rechtfertigen könnten. Zum anderen geht es aber ganz klar darum, Linke durch Repressionsmaßnahmen einzuschüchtern. Der Leiter der „Soko Schwarzer Block“ Jan Hieber macht keinen Hehl daraus, dass es „nicht darum [geht] Beweise zu finden“.

Die Hausdurchsuchungen sind ein weiterer Schritt bei der Kriminalisierung der Proteste gegen die G20 und wofür sie stehen: globale kapitalistische Ausbeutung, die Herrschaft des Kapitals und der Bürgerlichen Klasse, imperialistische Kriege, neokolonialen Raub und Unterdrückung. Ziel der politischen Justiz ist es die Menschen, die ihre Kritik an der Brutalität des globalen Kapitalismus auf die Straße trugen, als Sündenböcke der Tage von Hamburg zu präsentieren und linke und progressive Gesellschaftsentwürfe zu diskreditieren. Die Rede von „linken Gewalttätern“ und „Terroristen“ soll davon ablenken, von wem eigentlich Gewalt und Terror ausgehen, nämlich von einem hochgerüsteten Sicherheitsstaat, sozial-chauvinistischer und rassistischer Bürokratie, dem mörderischen europäischen Grenzregime und bürgerlichen Regierungen, die Kapitalinteressen über das Leben von Menschen stellen.

Wir gehen am 9. Dezember um 16 Uhr auf die Straße aus Solidarität mit all denjenigen, die von der Polizei brutal zusammengeschlagen und eingesperrt wurden, die jetzt noch in den Knästen sitzen, gegen die die Kriminalisierung fortgesetzt wird, die von den Repressionsorganen in ihren Wohnungen heimgesucht wurden – all unseren GenossInnen! Uns eint der gemeinsame Widerstand gegen die Unmenschlichkeit dieser Gesellschaft. Jeder Schlag ins Gesicht, jeder Versuch uns zum Schweigen zu bringen oder uns einzusperren, steigern nur unsere Wut und unseren kompromisslosen Antagonismus. Unsere Hoffnung und unseren Mut nehmen wir aus den vergangenen und aktuellen Kämpfen, wie dem Kampf der kurdischen Bewegung, der YPG und YPJ in Nordsyrien für eine befreite Gesellschaft. Widerholten Angriffen auf die Revolution, die sie im Namen der gesamten Menschheit führen, haben sie immer wieder mutig standgehalten und die erkämpften Erunngenschaften verteidigt. Ihre Entschlossenheit gegenüber vielzähligen Feinden und Bedrohungen ist uns eine Inspiration. Mit diesen Gedanken werden weder Hausdurchsuchungen noch Polizeischlägertrupps, Strafandrohungen oder Knast uns einschüchtern.

United we stand!

Hoch die internationale Solidarität!

Unsere Antwort Widerstand!
Samstag | 09.12.2017 | 16:00 Uhr | Platz der Synagoge | Göttingen

Gegen Kriminalisierung, politische Verfolgung und autoritären Überwachungsstaat

Demonstration gegen Überwachung und Kriminalisierung am Samstag, 25.11. um 12Uhr am Bahnhofsvorplatz

Bleibt links und motiviert!

Den Aufruf findet ihr hier.

plakat

Gegen das Fortbestehen rechter Ideologie und rechtsextremer Aktivitäten in Alltag und Gesellschaft.

Zu einem aktiven Gedenken gehört die Auseinander­setzung mit aktuellen rassistischen und faschistischen Verbrechen: im Rahmen der diesjähren 27. Januar-Gedenkreihe „Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus“ wird es eine Veranstaltung vom Göttinger Bündnis „Kein Schlusstrich! NSU-Komplex aufklären und auflösen!“ geben. Der Film „Der Kuaför aus der Keupstraße“ thematisiert die Folgen des Nagel­bomben­anschlags durch den sogenannten „National­sozialistischen Unter­grund“ (NSU) in der Kölner Keupstraße am 9. Juni 2004. Er rekonstruiert die Ermitt­lungen der Polizei anhand der Verhör­protokolle und eröffnet die Diskussion über struktu­rellen Rassismus in Deutschland auf eine neue Art – nämlich aus der Sicht der Betroffenen.
Kommt also Zahlreich am Donnerstag, den 16.11.2017 um 18 Uhr ins Lumiere!
kein schlussstrich!
Aber auch die viele andere Veranstaltungen im Bündnis 27. Januar werden spannend: unter anderem die Veranstaltung „Schwestern, vergesst uns nicht!“ am 14.12. um 19.30 Uhr im T-Keller von f_act mit Annegrit Berghoff, Lagergemeinschaft und KZ-Gedenkstätte Moringen zu antifaschistischen Wiederstandskämperinnen sowie „Diskriminierung, Verfolgung, Ermordung. Der nationalsozialistische Genozid an den Sinti und Roma.“ mit einem Gespräch mit Kenan Emini vom Roma-Center Göttingen und Dietmar Sedlaczek von der KZ-Gedenkstätte Moringen sowie einer begleitenden Ausstellung am 27.01. um 19:30 Uhr im Alten Rathaus… und vieles mehr im Flyer.

G20 auf den Kopf stellen!

Jingle:

Auswahl von Mobi-Videos:

Spiel für unterwegs, vor + nach Aktionen oder in der GeSa:
Demo-Poly

…. und zu guter letzt eine „Schnapsidee“:
Soli-Mexikaner gegen G20

Mexikaner-Rezept zum Selbermachen:

Ihr wollt euch an der Aktion beteiligen, wisst aber nicht wie der Mexikaner-Schnaps hergestellt wird? Dann haben wir hier das Original-Rezept aus dem Steppenwolf für euch, welcher als erster Laden Ende der 1980er-Jahre den Mexikaner-Schnaps auf St. Pauli verkauft hat.

Hier das Originalrezept aus dem Steppenwolf:

1 FL 0,7 l Korn,
3 Fl. 0,7 l Tomatensaft,
1 FL 0,5 l Taki Taki (oder Sangrita Pikant).
3 cl Tabasco,
1 EL Pfeffer und
1 Tl Salz
am besten in einem großen Topf und verrühren. Ergibt ca. 4 Fl / 0,7 l

→ Natürlich kann der Mexikaner durch die Zugabe weiterer Zutaten wie zum Beispiel Chilipulver oder Zucker noch weiter nach eigenem Geschmack verfeinert werden

queer-feministisch gegen G20!

Auch ein Queer-Feministisches Bündnis mobilisiert zu mehreren Aktionen und Protesten gegen G20 in Hamburg. In Göttingen gibt es am Samstag, den 24.06.2017 um 17 Uhr im ZHG 002, in der Uni Göttingen in Rahmen der Veranstaltungsreihe „Göttingen goes G20 – den Gipfel auf den Kopf stellen“ eine Mobilisierungsveranstaltungen mit Vertreter*innen des queer-feministischen Aktionsbündnisses:

Eingeladen zu der Mobilisierungsveranstaltung sind Vertreter_innen aus dem queerfeministischen Aktionsbündnis aus Hamburg. Sie werden über den aktuellen Stand der Proteste gegen den G20 und über geplante Aktionen berichten. Anschließend sollen Möglichkeiten einer Beteiligung diskutiert werden.

Input aus dem Bündnis Queer Feminists against G20:

Wir sind ein breites queer feministisches Bündnis aus Gruppen und Einzelpersonen verschiedenster politischer Spektren. Was uns eint ist queer-feminismus und anti-patriarchale Kämpfe als Notwendigkeit für eine
befreite Gesellschaft anzusehen. Deshalb haben wir uns zusammengeschlossen um einerseits queer-feministischen Widerstand gegen das G20-Treffen vorzubereiten und um uns darüber hinaus queer-feministisch zu organisieren. Dabei stehen wir innerhalb der linken, emanzipatorischen Proteste gegen den G20 Gipfel autonom als Frauen, Lesben, Trans* und Inter-Personen.

Wir schließen uns als FLTI* Personen zusammen, da dies diejenigen sind, die besonders von patriarchalen Verhältnissen unterdrückt werden.

Konkret auf der Agenda des G20 Gipfels steht die Förderung von Frauen. Dies suggeriert dass die G20 ein Interesse daran hätten geschlechtsspezifische Unterdrückungsverhältnisse beseitigen zu wollen.
Dies ist jedoch nicht der Fall.. Die mehrheitlich männlichen Repräsentant_innen der G20 Staaten sind nicht daran interessiert eine tatsächliche Gleichstellung von Mann und Frau zu erreichen geschweige denn die ganze Vielfalt möglicher Geschlechtsidentitäten als gleichwertig anzuerkennen. Vielmehr versuchen sie mit dem Thema
„Frauenförderung“ auch Frauen, Lesben, Trans* und Inter-Personen in das kapitalistische System zu integrieren
und dies als angeblichen Schritt in Richtung Freiheit zu verkaufen.

Vielschichtige Diskriminierung von FLTI*-Personen, Kapitalismus und Patriarchat hängen zusammen.

Queer-Feminismus heisst für uns: ein gutes Leben für alle erkämpfen!

Alle Informationen zur queerfeministischen Vernetzung findet ihr https://fmnsm.blackblogs.org/.

queer against G20

Vom queerfeministischen Bündnis sind mehrere Aktionen u.a. geplant, unter anderem Ein FLTI*-Block und Queer-Block auf der Vorabenddemo am 6.7. „Welcome to Hell“, ein Lila Blockade-Finger und Antipatriachaler Zaunspaziergang für all gender von FLTI* organisiert am 7.7. in Rahmen der „Block G20 – Colour the zone“ sowie ein Queer-feministischer Anlaufpunkt auf der Großdemo am 8.7. „Grenzenlose Solidarität statt G20“.
Die Pressemitteilung findet ihr hier, oder auf der Homepage, auf der es auch noch jede Menge andere Informationen und Mobi-Material gibt.

Göttingen goes G20!

Beim G20-Gipfel am 7. und 8. Juli 2017 in Hamburg kommen die Vertreter*innen der 19 mächtigsten Industrie- und Schwellenländer und der EU zusammen. Dort wird in ihrem Sinne über die internationale Finanz- und Wirtschaftspolitik verhandelt, die weltweit zu Krisen, Armut, Ausbeutung, Krieg und Umweltzerstörung führt und maßgeblichen Einfuss auf unser Zusammenleben hat.
In Hamburg laufen die Vorbereitungen zu den Protesten seit Monaten auf Hochtouren, die neuesten Infos und auch Links zu vielen anderen Netzwerken und Aktiven findet ihr auf der Seite #No G20 2017.

In Göttingen sind mehrere Veranstaltungen von unterschiedlichen Ortsgruppen geplant, bei denen gemeinsam diskutiert wird und auf die Proteste gegen den G20 vorbereitet wird:
Die Ankündigungen und Termine findet ihr auf der eigens dafür eingerichteten Facebook-Seite. Neben inhaltlich-passenden Veranstaltungen, wie beispielsweise „Gegen die Kriege, die sie führen, den Frieden organisieren! – Die Freiheitsbewegung Kurdistans zu G20″ von YXK am 20.06.2017 wird es auch Veranstaltungen zur aktiven Vorbereitungen geben, wie beispielswiese „Kreativ gegen G20″ am 11.06.2017 im Juzi oder auch einem Blockadetraining mit der GJ und ver.di am 29.06.2017, sowie expliziete Mobilisierungsveranstaltungen geben. Teilweise werden die Orte und Zeiten noch veröffentlicht, seht also einfach ab und zu mal auf der Facebook-Seite von Göttingen goes G20 vorbei!

Lasst uns den Gipfel in Hamburg gemeinsam auf den Kopf stellen!
Gemeinsam wollen wir grenzenlose Solidarität üben und unseren Wiederstand gegen die Politik der G20 auf die Straßen bringen, in Hamburg und in Göttingen!

Göttingen goes G20