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Schluss mit lustig! 1.4. Nazifreie Zonen in Göttingen erkämpfen

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Schluss mit lustig – nazifreie Zonen erkämpfen!

Noch kein halbes Jahr ist es her, dass die Neonazis um den NPD-Landratskandidaten Jens Wilke das letzte mal in unserer Stadt aufmarschieren wollten. Aufgrund der militanten antifaschistischen Mobilisierung machte die Stadt Göttingen in letzter Minute einen Rückzieher und stutzte die Veranstaltung auf eine Kundgebung am Bahnhof zusammen. Der große Knall blieb aus. Ein paar brennende Barrikaden und Auseinandersetzungen mit der Polizei ließen erahnen, was der Versuch, einen Naziaufmarsch in Göttingen durchzusetzen, bedeutet.

Nun steht der nächste verzweifelte Versuch der Neonazis an, Raum auf der Straße zurückzugewinnen. Am 01.04.2017 wollen sie sich erneut bemühen, in Göttingen aufzumarschieren. Die überregionale Vernetzung des Freundeskreises verschafft der Veranstaltung ein hochkarätiges Aufgebot an RednerInnen. Neben dem Who-is-Who der Thüringer Naziszene und dem Blood&Honor und NSU-Unterstützer Thorsten Heise sollen auch die militante Grenzschützerin Melanie Dittmer (Köln) und Chef der Dortmunder Neonazis Michael Brück auftreten.

In letzter Zeit haben sich die Nazistrukturen deutlich verändert. Einerseits reduzierte sich die Anzahl der auftretenden Nazis auf ihren öffentlichen Veranstaltungen nach der gescheiterten Wahlkampfoffensive sichtbar. Auch etliche militante Aktionen gegen Fahrzeuge und Personen trugen ihren Teil hierzu bei. Aus dieser Entwicklung und der fortschreitenden politischen Isolation des „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“, ging andererseits zunehmend ein durchgedrehter Kern an Leuten hervor, der jeden Tag mit der nationalen Revolution rechnet, sofern sich doch nur endlich mal die völkischen Massen erheben mögen.

Um den alles entscheidenden Anstoß zu geben, schreckt die Gruppe vor nichts mehr zurück. So wurden am 12.11.2016 im Nachgang einer gescheiterten Kundgebung in Göttingen drei Antifaschist*innen mit einem Messer und anderen Waffen attackiert.
Nicht nur dieses Beispiel zeigt, dass Nazis ihre menschenverachtende mörderische Ideologie konsequent in die Tat umsetzen, wenn Ihnen der Raum dazu gelassen wird. Denn es gab Zeiten, in denen Nazis sich in Göttingen wesentlich freier bewegen konnten als heute und ihrem brutalen Wahnsinn noch schrecklichere Taten folgen ließen: Auch 2017 ist der Mord an Alexander Selchow, der in der Silvesternacht 1990 im nahen Rosdorf von zwei Skinheads erstochen wurde, nicht vergessen. Einzig entschlossener breiter und mitunter auch militanter antifaschistischer Widerstand hat Göttingen in den Folgejahren zu dem gemacht, was es heute ist: Ein Ort, an dem Nazis mit entschiedener Gegenwehr rechnen müssen. Ein Ort, in dem Andersdenkende und von Rassismus betroffene sich im Verhältnis zu anderen Orten in der BRD weitgehend sicher fühlen können.

Entsprechend notwendig ist der antifaschistische Selbstschutz, entsprechend legitim und unerlässlich ist unser Widerstand. Wir werden weiterhin mit allen nötigen Mitteln dafür Sorge tragen, dass Nazis nicht den Raum bekommen um ihren brutalen Wahnsinn in die Tat umzusetzen. Auf allen Ebenen und mit allen Mitteln.

Uns ist es scheißegal, ob die Stadt die Demo der Nazis verbietet oder nicht. Kein Recht der Welt sollte Menschenfeinden wie diesen einen öffentlichen Auftritt gewähren. Wenn die Verwaltung den Auftritt der Faschos nicht verhindert, dann nehmen wir das selbst in die Hand. Wir können und wollen das Verhalten der Stadt und der Bullen nicht weiter hinnehmen – und wir dulden keine Nazis auf unseren Straßen. Wenn Nazis in Göttingen laufen wollen, dann greifen wir an!

Am 01.04 ist Schluss mit Lustig.

Kommt nach Göttingen und macht mit uns zusammen den Naziaufmarsch zum Desaster!

Give them Hell!

Meldet euch bei uns, wenn ihr Pennplätze braucht oder Mobi-Material zugeschickt bekommen wollt:

Pennplätze: pennen.schlussmitlustig@riseup.net

Mobi: mobi.schlussmitlustig@riseup.net

Ausstellung über Schwarze Lebensrealitäten in Geschichte und Gegenwart

„Homestory Deutschland“, eine Ausstellung der ISD, ist vom 14. Januar bis zum 3. Februar im Foyer des Felix-Klein-Gymnasiums in Göttingen kostenfrei zu besuchen.
Wann? wochentags von 8:00 bis 19:00 Uhr und an den Wochenenden von 10:00 bis 16:00 Uhr.
Gruppenanmeldungen kann man an goettingen@dgb.de richten.
Die biografische und interaktive Ausstellung wird von einer inhaltlich bereichernden Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Schwarze Lebensrealitäten in Deutschland – zwischen kolonialen Kontinuitäten und Widerstand“ in den Ausstellungsräumen begleitet.
Dieses Begleitprogramm findet sich auf der Homepage des Bündnisses 27. Januar – Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, in dessen Rahmen die Ausstellung organisiert wurde.

Wieso weshalb warum?
Die Geschichte Schwarzer Menschen in Deutschland, ihr Wirken und ihre gesellschaftlichen Beiträge, genauso aber die Geschichte des Rassismus, der Verfolgung und Vernichtung Schwarzer Menschen insbesondere im Nationalsozialismus sind bislang wenig bekannt. Am 27. Januar ist Holocaust Gedenktag, an dem bundesweit den Opfern des Nationalsozialismus gedacht wird. Aus diesem Anlass zeigen der DGB-Kreisverband Südniedersachsen-Harz, die DGB-Jugend mit dem bildungspolitischen Courage-Arbeitskreis sowie die Gruppe femko in Zusammenarbeit mit der Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland ISD-Bund e.V. die Ausstellung „Homestory Deutschland“. Damit soll den blinden Flecken der Geschichte und Gedenkpolitik ein sichtbarer und politischer Beitrag entgegengesetzt werden.
Während Schwarze Menschen in Deutschland in der offiziellen Geschichtsschreibung als eigenständige gesellschaftliche Gruppe kaum auftauchen, herrschen im öffentlichen Bild auch heute zumeist vorgefasste Vorstellungen nach kolonialen Wahrnehmungsmustern vor. Wer weiß schon, wie Schwarze Musiker_innen, Künstler_innen, Wissenschaftler_innen, Soldaten und Arbeiter_innen hier lebten und wie sie bis heute wirken? Wer kennt die Geschichte ihrer Ausschlüsse, ihrer Verfolgung, aber auch des Überlebens und Auflehnens? Höchste Zeit diese verdrängten Lebensgeschichten und kollektiven Erzählungen kennenzulernen und als wichtigen Teil in die Gedenkpolitik einfließen zu lassen, meinen die Initiator_innen der Ausstellung „Homestory Deutschland“ in Göttingen.

Plakat und Programm

Entschlossen gegen Männerbünde und Neonazis auf die Straße!

Die jüngsten Ereignisse in Göttingen zeigen ganz klar: Gewalt von rechten Strukturen gehört immer noch zum Stadtbild. In der letzten Wochen kam es zu gewalttätigen Übergriffen von Burschenschaftlern und bekannten Neonazis gegenüber Linken. Es reiht sich ein in eine bundesweite rassitische Gewalt gegenüber Geflüchteten. Berichte zu den jüngsten Ereignissen in Göttingen gibt es auf monsters oder auch im Göttinger Tageblatt (1., 2. und 3.).
Es heißt sich entschlossen und solidarisch gegen diese Form der ‚rechten Konjunktur‘ zu stellen, Männerbünde aufzulösen und Neonazis zu bekämpfen! Im Aufruf zur Demonstration1 „Die rechte Konjunktur lahmlegen. Männerbünde auflösen. Neonazis bekämpfen.“ werden die Ereignisse im Zusammenhang mit der gesamtgesellschaftlichen Struktur gesetzt.
Wir rufen euch auf den rechten Strukturen entschlossen an jedem Ort entgegenzutreten und mit uns auf die Straße zu gehen gegen jede Form rechter Gewalt:

Kommenden Montag, am 10.08. um 19 Uhr sehen wir uns auf der Straße, die Demonstration startet vom Alten Rathaus.

$inen weiteren Aufruf gibt es von der Wohnrauminitiative Göttingen.

Männerbünde auflösen

  1. Die rechte Konjunktur lahmlegen. Männerbünde auflösen. Neonazis bekämpfen.
    Was geschah. (mehr…)

SchwarzRund im Kabale!

Wir freuen uns SchwarzRund kommenden Freitag wieder in Göttingen, im Kabale um 21 Uhr begrüßen zu dürfen! Sie wirt lesen und performen:

Erste Eindrücke gibt es auf der Homepage von ShwarzRund: schwarzrung.wordpress.com

Lampedusa ist überall – Willkommen in Göttingen!

Seit dem 2.6. findet die zweite Veranstaltungsreihe des Lampedusabündnisses Göttingen statt. Es geht um die Flüchtlingspolitik und Auswirkungen dieser auf die Geflüchteten und Asylsuchenden. Es finden sich Filme, Diskussionen, Aktionstag und u.a. ein Wilkommens-Fest im Café International im Programm:

Mittwoch, 08.07., 19:00, Lumiere, Film „Boza“ (2014) Tunesien 2014, OmU. Im Anschluss wird zum Gespräch eingeladen. Angefragt dafür sind der Filmemacher und Menschen mit eigenen Erfahrungen auf diesen Fluchtrouten.

Donnestag, 09.07., 19:30, ZHG 003, Conquer Babel (GÖ) und Flüchtlinge-Willkommen (Berlin) über Organisierungsbewegungen in der Willkommenskultur.

Dienstag, 14.07., 20:00, Reformierte Kirche, Stefan Schmidt, ehemals Kapitän der Cap Anamur über „Die Grenzen in und um uns“ berichtet im Vortrag mit kleinen Videos von seiner früheren und heutigen Arbeit als .

Samstag, 18.07., 12 – 16 h, Gänseliesel, Das Lampedusa-Bündniss und das antirassistische Vernetzungsplenum laden ein zum antirassistischen Aktionstag

Mittwoch, 22.07., 17 – 22 h, Café Inti, Welcome –Café- International – Fest. (Immer mittwochs von 17-19 Uhr heißt es im Café Inti in der Burgstrasse 17: Willkommen im Café International!) Interessierte sind herzlich eingeladen

[Feiern.Freiraum.Feminismus.]

Diesen Freitag, den 5.6. ab 22 Uhr im JuzI ist wieder eine FrauenLesbenTrans*Party!!!
Wir freuen uns auf eine schöne Party mit Musik aus Pop/HipHop/80er:

Feminismus heißt für uns u.a. patriarchalen Strukturen keinen Platz zu bieten, uns gegen Geschlechterungerechtigkeit zu wehren und uns für eine emanzipatorische Gesellschaft ohne Diskriminierungen einzusetzen. Das wollen wir natürlich sowohl im „großen Ganzen“, als auch im „Kleinen“. Partys als explizit feministisch zu markieren ist für uns ein Schritt gegen patriarchale Herrschaftsverhältnisse und damit in die richtige Richtung. Wir wollen damit feministische und antisexistische Standards gewahrt wissen und ein Bewusstsein dafür schaffen, dass diese Standards überall Gültigkeit besitzen sollten. Außerdem versuchen wir dadurch einen Freiraum in der Freiraumlosigkeit zu schaffen. Eine feministische tlf*Party ist in diesem Zusammenhang als eine Annäherung an einen Raum zu verstehen ist, der frei ist vom männlichen Blick. Dass der männliche Blick im Sinne einer sozialen „Gewohnheit“ nun mal nicht nur von männlich markierten Subjekten ausgeht, ist uns auch klar. Dennoch ist es nötig und möglich einen Raum zu schaffen, der zumindest freier ist von den Einschränkungen und negativen Erlebnissen, die der männliche Blick für viele FrauenLesbenTrans* mit sich bringt. Dann lässt es sich umso ausgelassener feiern und mal die alltägliche sexistische und sonst wie unzumutbare Scheiße für ein paar Augenblicke zu vergessen. Zum Feiern kann auch gehören, sich untereinander zu connecten, sich gegenseitig zu supporten/unterstützen oder einfach eine schöne Zeit miteinander zu verbringen.

Feiern. Freiraum. Feminismus. Wir sehen uns auf der Party!