fem.loka

Gegen Kriminalisierung, politische Verfolgung und autoritären Überwachungsstaat

Demonstration gegen Überwachung und Kriminalisierung am Samstag, 25.11. um 12Uhr am Bahnhofsvorplatz

Bleibt links und motiviert!

Den Aufruf findet ihr hier.

plakat

Gegen das Fortbestehen rechter Ideologie und rechtsextremer Aktivitäten in Alltag und Gesellschaft.

Zu einem aktiven Gedenken gehört die Auseinander­setzung mit aktuellen rassistischen und faschistischen Verbrechen: im Rahmen der diesjähren 27. Januar-Gedenkreihe „Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus“ wird es eine Veranstaltung vom Göttinger Bündnis „Kein Schlusstrich! NSU-Komplex aufklären und auflösen!“ geben. Der Film „Der Kuaför aus der Keupstraße“ thematisiert die Folgen des Nagel­bomben­anschlags durch den sogenannten „National­sozialistischen Unter­grund“ (NSU) in der Kölner Keupstraße am 9. Juni 2004. Er rekonstruiert die Ermitt­lungen der Polizei anhand der Verhör­protokolle und eröffnet die Diskussion über struktu­rellen Rassismus in Deutschland auf eine neue Art – nämlich aus der Sicht der Betroffenen.
Kommt also Zahlreich am Donnerstag, den 16.11.2017 um 18 Uhr ins Lumiere!
kein schlussstrich!
Aber auch die viele andere Veranstaltungen im Bündnis 27. Januar werden spannend: unter anderem die Veranstaltung „Schwestern, vergesst uns nicht!“ am 14.12. um 19.30 Uhr im T-Keller von f_act mit Annegrit Berghoff, Lagergemeinschaft und KZ-Gedenkstätte Moringen zu antifaschistischen Wiederstandskämperinnen sowie „Diskriminierung, Verfolgung, Ermordung. Der nationalsozialistische Genozid an den Sinti und Roma.“ mit einem Gespräch mit Kenan Emini vom Roma-Center Göttingen und Dietmar Sedlaczek von der KZ-Gedenkstätte Moringen sowie einer begleitenden Ausstellung am 27.01. um 19:30 Uhr im Alten Rathaus… und vieles mehr im Flyer.

Rote Straße bleibt!

Das Studentenwerk Göttingen gefährdet (mal wieder) den Erhalt der Hausprojekte in der Roten Straße.

Hier die Pressemitteilung der Bewohner_innen:

Die Häuser Rote Straße 1-5/Burgstraße 52 sind nach jahrelanger Misswirtschaft des Vermieters (Studentenwerk Göttingen) dringend sanierungsbedürftig. Das Studentenwerk blockiert den Beginn der Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten und möchte die Kosten auf die BewohnerInnen abwälzen. Diese fürchten um den Erhalt sozialen Wohnraums in der Göttinger Innenstadt.

Seit 2015 befinden sich die BewohnerInnen und das Studentenwerk in Gesprächen über die Ausgestaltung der anstehenden Sanierungsarbeiten. Alle Bauplanungen sind seit Monaten grundlegend abgeschlossen. Das Studentenwerk fordert von seinen MieterInnen aber die Kostenübernahme der Baumaßnahmen in einer Höhe von mehreren Millionen Euro.
Eine Sprecherin der BewohnerInnen erklärt: „Wir können und werden nicht die Kosten einer Sanierung tragen, die vor allem deshalb nötig geworden ist, weil das Studentenwerk seit Jahrzehnten höchstens minimale Schönheitsreparaturen durchgeführt hat.“
Diesbezüglich kritisieren die BewohnerInnen, dass das Studentenwerk in der Vergangenheit allenfalls unnötige Arbeiten durchführte. Mit Ausnahme von Sanierungsmaßnahmen im unmittelbaren Anschluss an die Schenkung der Häuser hat das Studentenwerk seitdem notwendige Sanierungsmaßnahmen wiederholt verschleppt. Wenn dementgegen doch saniert wurde, wurde dies in der Regel mit möglichst geringem Aufwand oder gar fahrlässig durchgeführt.
Die Verblendung sämtlicher Wände in den 1970er Jahren war zwar damals gängige Praxis, allerdings hätte dem Studentenwerk seit den 90er Jahren bekannt sein müssen, dass dieses Verfahren zu Schimmelbildung führt. Trotz massiver Forderungen der BewohnerInnen nach Baugutachten wurden diese aus fadenscheinigen Gründen immer wieder abgelehnt – ebenso wie die Reparatur der undichten Dächer und der wiederholt defekten Heizungsanlagen im Winter.

Die BewohnerInnen wollen sich angesichts dieser Ausgangslage zukünftig selbst um den Erhalt der Häuser kümmern. Deshalb haben sie – auf Einladung des Studentenwerks – diesem ein Kaufangebot für die Häuser unterbreitet. Anstatt die Gespräche darüber konstruktiv aufzunehmen, spielt das Studentenwerk nun offenbar mit dem Gedanken, die Häuser einfach verfallen zu lassen.
Die Sprecherin ergänzt: „Uns wird geradezu die sprichwörtliche Pistole auf die Brust gesetzt: Entweder wir bezahlen die Sanierung selber oder wir müssen über kurz oder lang mit einer Räumung aus unseren Wohnungen aufgrund der Baufälligkeit rechnen. Es sollte klar sein, dass wir dieses Spiel nicht mitspielen werden!“

redstreet

Die Häuser Rote Straße 1-5/Burgstraße 52 gehören seit dem 18. Jahrhundert zum Stadtbild Göttingens und sind denkmalgeschützt. Nachdem Studierende in den 1970er Jahren den Abriss der Häuser verhinderten, schenkte das Land sie dem Studentenwerk um ihre Zukunft als studentische Wohnheime zu sichern. Seitdem schufen dort Generationen Studierender selbstverwalteten und kollektiven Wohnraum, für den Göttingen weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist und geschätzt wird.
Entgegen seines Auftrags als sozialer Träger gefährdet das Studentenwerk derzeit den Fortbestand dieses Projekts.
Die Sprecherin resümiert: „Es darf nicht die Aufgabe studentischer MieterInnen sein, die Versäumnisse aus vier Jahrzehnten Sanierungsstau zu begleichen. Diese Forderung ist absurd. Das Studentenwerk muss umgehend mit den nötigen Sanierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen beginnen, um diese Häuser in Göttingen zu erhalten.“

Informationsrecht für Frauen zum Schwangerschaftsabbruch!

Wieder und wieder versuchen AbtreibungsgegnerInnen, Ärztinnen und Ärzte zu bedrohen, einzuschüchtern und zu verklagen, weil diese angeblich ‚Werbung für Schwangerschaftsabbrüche‘ machen würden. Diesmal muss sich tatsächlich eine Gießener Ärztin Ende November vor Gericht verteidigen.
Anlässlich dieser frauenverachtenden Aktivitäten gibt es eine Petition, die bereits jetzt erfolgreich mit mehr als 63.000 Stimmen für das Informationsrecht von Frauen und gegen den §219a wirbt.

Unterzeichnet die Petition und gebt eure Stimme für die Rechte von Frauen auf Selbstbestimmung und Information ab:
Hier könnt ihr unterzeichnen!

Was ist der Hintergrund?
Die Forderung ist alt: Es sollte ein Recht auf Selbstbestimmung und Abtreibung für jede Frau geben. Der Paragraph 218 gehört abgeschafft. In der Frauenbewegung war der Schwangerschaftsabbruch seit Anfang des 20. Jahrhunderts Thema. Unter Parolen, wie „ob Kinder oder keine, bestimmen wir alleine“ oder „mein Bauch gehört mir“ wurde seit den 60er Jahren in der Frauenbewegung politisch für die Straffreiheit des Abbruchs, teilweise auch für ein Recht dazu, gegen den §218 gekämpft. Wie in Göttingen 1988 gab es jahrelang immer wieder Demonstrationen gegen den Frauenfeindlichen Paragaphen 218:

218

In der Zwischenzeit hat sich rechtlich wenig verändert. Schwangerschaftsabbrüche sind verboten (§218), werden aber unter bestimmten Vorgaben nicht strafrechtlich verfolgt (§218). Die vorgeschriebene Beratung vor einem Abbruch ist auch gesetzlich unter §219 vorgeschrieben.
Ebenso hat der Gesetzgeber ein Werbeverbot erlassen, das untersagt, öffentlich bekannt zu machen, welche Ärzt_innen Abtreibungen durchführen (§219a).

Die Gießener Frauenärztin ist nun angeklagt auf Grundlage des §219a „Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft“, da sie Frauen grundlegende Informationen zum Schwangerschaftsabbruch auf ihrer Homepage gab.
Diese Informationen zu gesetzlichen Voraussetzungen, sowie über die Methoden und Risiken des Schwangerschaftsabbruch und dem Angebot von Gesprächen für Interessierte wurden ihr als „Werbung“ ausgelegt und sie dementsprechend dafür angeklagt. Am 24. November ist der Prozess angesetzt. Wir unterstützen ihre Petition gegen den veralteten §219a und für das Recht auf Information zu Schwangerschaftsabbrüchen!

In der Petition heißt es u.a.:
„Beim §219a handelt es sich um einen Strafrechtsparagraphen aus dem Jahr 1933, der ursprünglich geschaffen wurde, um u.a. jüdische Ärzte zu kriminalisieren und ein Klima zu schaffen, in dem letztlich dann 1943 die Strafrechtsnorm nach eugenischen und bevölkerungspolitischen Gesichtspunkten umstrukturiert wurde. Im Zuge der Gesetzesänderungen zum Schwangerschaftsabbruch wurde der §219a jeweils nur leicht verändert (….)“

queer-feministisch gegen G20!

Auch ein Queer-Feministisches Bündnis mobilisiert zu mehreren Aktionen und Protesten gegen G20 in Hamburg. In Göttingen gibt es am Samstag, den 24.06.2017 um 17 Uhr im ZHG 002, in der Uni Göttingen in Rahmen der Veranstaltungsreihe „Göttingen goes G20 – den Gipfel auf den Kopf stellen“ eine Mobilisierungsveranstaltungen mit Vertreter*innen des queer-feministischen Aktionsbündnisses:

Eingeladen zu der Mobilisierungsveranstaltung sind Vertreter_innen aus dem queerfeministischen Aktionsbündnis aus Hamburg. Sie werden über den aktuellen Stand der Proteste gegen den G20 und über geplante Aktionen berichten. Anschließend sollen Möglichkeiten einer Beteiligung diskutiert werden.

Input aus dem Bündnis Queer Feminists against G20:

Wir sind ein breites queer feministisches Bündnis aus Gruppen und Einzelpersonen verschiedenster politischer Spektren. Was uns eint ist queer-feminismus und anti-patriarchale Kämpfe als Notwendigkeit für eine
befreite Gesellschaft anzusehen. Deshalb haben wir uns zusammengeschlossen um einerseits queer-feministischen Widerstand gegen das G20-Treffen vorzubereiten und um uns darüber hinaus queer-feministisch zu organisieren. Dabei stehen wir innerhalb der linken, emanzipatorischen Proteste gegen den G20 Gipfel autonom als Frauen, Lesben, Trans* und Inter-Personen.

Wir schließen uns als FLTI* Personen zusammen, da dies diejenigen sind, die besonders von patriarchalen Verhältnissen unterdrückt werden.

Konkret auf der Agenda des G20 Gipfels steht die Förderung von Frauen. Dies suggeriert dass die G20 ein Interesse daran hätten geschlechtsspezifische Unterdrückungsverhältnisse beseitigen zu wollen.
Dies ist jedoch nicht der Fall.. Die mehrheitlich männlichen Repräsentant_innen der G20 Staaten sind nicht daran interessiert eine tatsächliche Gleichstellung von Mann und Frau zu erreichen geschweige denn die ganze Vielfalt möglicher Geschlechtsidentitäten als gleichwertig anzuerkennen. Vielmehr versuchen sie mit dem Thema
„Frauenförderung“ auch Frauen, Lesben, Trans* und Inter-Personen in das kapitalistische System zu integrieren
und dies als angeblichen Schritt in Richtung Freiheit zu verkaufen.

Vielschichtige Diskriminierung von FLTI*-Personen, Kapitalismus und Patriarchat hängen zusammen.

Queer-Feminismus heisst für uns: ein gutes Leben für alle erkämpfen!

Alle Informationen zur queerfeministischen Vernetzung findet ihr https://fmnsm.blackblogs.org/.

queer against G20

Vom queerfeministischen Bündnis sind mehrere Aktionen u.a. geplant, unter anderem Ein FLTI*-Block und Queer-Block auf der Vorabenddemo am 6.7. „Welcome to Hell“, ein Lila Blockade-Finger und Antipatriachaler Zaunspaziergang für all gender von FLTI* organisiert am 7.7. in Rahmen der „Block G20 – Colour the zone“ sowie ein Queer-feministischer Anlaufpunkt auf der Großdemo am 8.7. „Grenzenlose Solidarität statt G20“.
Die Pressemitteilung findet ihr hier, oder auf der Homepage, auf der es auch noch jede Menge andere Informationen und Mobi-Material gibt.

Göttingen goes G20!

Beim G20-Gipfel am 7. und 8. Juli 2017 in Hamburg kommen die Vertreter*innen der 19 mächtigsten Industrie- und Schwellenländer und der EU zusammen. Dort wird in ihrem Sinne über die internationale Finanz- und Wirtschaftspolitik verhandelt, die weltweit zu Krisen, Armut, Ausbeutung, Krieg und Umweltzerstörung führt und maßgeblichen Einfuss auf unser Zusammenleben hat.
In Hamburg laufen die Vorbereitungen zu den Protesten seit Monaten auf Hochtouren, die neuesten Infos und auch Links zu vielen anderen Netzwerken und Aktiven findet ihr auf der Seite #No G20 2017.

In Göttingen sind mehrere Veranstaltungen von unterschiedlichen Ortsgruppen geplant, bei denen gemeinsam diskutiert wird und auf die Proteste gegen den G20 vorbereitet wird:
Die Ankündigungen und Termine findet ihr auf der eigens dafür eingerichteten Facebook-Seite. Neben inhaltlich-passenden Veranstaltungen, wie beispielsweise „Gegen die Kriege, die sie führen, den Frieden organisieren! – Die Freiheitsbewegung Kurdistans zu G20″ von YXK am 20.06.2017 wird es auch Veranstaltungen zur aktiven Vorbereitungen geben, wie beispielswiese „Kreativ gegen G20″ am 11.06.2017 im Juzi oder auch einem Blockadetraining mit der GJ und ver.di am 29.06.2017, sowie expliziete Mobilisierungsveranstaltungen geben. Teilweise werden die Orte und Zeiten noch veröffentlicht, seht also einfach ab und zu mal auf der Facebook-Seite von Göttingen goes G20 vorbei!

Lasst uns den Gipfel in Hamburg gemeinsam auf den Kopf stellen!
Gemeinsam wollen wir grenzenlose Solidarität üben und unseren Wiederstand gegen die Politik der G20 auf die Straßen bringen, in Hamburg und in Göttingen!

Göttingen goes G20