fem.kult

Frauen*streik am 8.März in Göttingen

In Göttingen und weltweit: Frauen*streik am 8.März!

Beteiligt euch an den Aktionen in Göttingen am 08.03.2019:

12-14 Uhr: Kämpferische Mittagspause am Wochenmarktplatz/ KAZ-Platz

17 Uhr: Demo (Beginn am Neuen Rathaus)

Solidarisiere dich!
… informiere deine Freund*innen und Familie, deine Nachbar*innen und Kolleg*innen
… stecke dir einen Button an, trage ein lila Tuch oder Kleidungsstück
… hänge eine Schürze oder Geschirrtuch aus deinem Fenster

Hier geht es zum Mobivideo.

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Aufruf vom Feministischen Bündnis Göttingen

Frauen*streik am 8.März 2019
„Wenn wir die Arbeit niederlegen, steht die Welt still.“

Was ist der Frauen*streik?
Am 8. März ist Internationaler Frauen*kampftag. Schon seit über 100 Jahren streiken, streiten und kämpfen wir für unsere Rechte und gegen jede Unterdrückung. Wir wollen nicht noch weitere Jahrzehnte auf die Gleichberechtigung warten und rufen deshalb zum Streik auf! Stellt euch vor, wie ein Tag aussehen würde, an dem Millionen von Frauen* jegliche Arbeit niederlegen. Der Streik ist ein Mittel, um Druck auf die Politik aufzubauen und unsere Forderungen durchzusetzen. Wenn wir uns zusammentun und gemeinsam auf die Straßen gehen, können wir viel erreichen!
Warum am 8. März streiken?
Immer noch verdienen Frauen* in Deutschland ca. 20% weniger als Männer*. Immer noch übernehmen wir die meiste Arbeit im Haushalt und sind dadurch neben der Berufstätigkeit doppelbelastet. Immer noch kämpfen wir dafür, über unsere Körper bestimmen zu dürfen. Immer wieder erfahren viele von uns auf der Arbeit, zuhause, auf der Flucht oder im Lager körperliche oder psychische Gewalt. Immer noch leben viele Frauen*, auch aufgrund geringer Rente, in Armut oder haben diese später zu erwarten. Und das sind nur wenige Beispiele. Darum sagen wir: Es reicht! Wir streiken!

Was fordern wir?

Wir fordern ein Ende von jeglicher Gewalt: von Beleidigungen, Bevormundungen, körperlichen Übergriffen bis hin zu Mord.

Wir fordern ein Recht auf körperliche Selbstbestimmung und die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen. Weg mit StGB §218 und §219a!

Wir fordern eine Aufwertung von Berufen, die Frauen* zugeschrieben werden.

Wir fordern ein Ende der katastrophalen Bedingungen in den Pflegeberufen und öffentlich finanzierte Kinderbetreuung für alle.

Wir fordern Lohngleichheit und die Kollektivierung von Pflege– und Erziehungsarbeit.

Wir fordern für jede*n die Anerkennung aller Identitäten und der sexuellen Orientierungen.

Wir fordern das Ende von Lagerunterbringungen, Abschiebungen und Behördenschikanen – in Göttingen und weltweit.

Wir fordern einen grundsätzlichen gesellschaftlichen Wandel. Wir fordern eine Gesellschaft, in der wir weder diskriminiert noch unterdrückt oder ausgebeutet werden. Wir stehen zusammen und lassen uns nicht spalten!

Wie kann ich mich am Streik beteiligen?
Geh nicht zur Arbeit, zur Schule, in die Berufsschule oder zur Uni, lass die Hausarbeit liegen und komm zu unserer gemeinsamen, kämpferischen Mittagspause am 8.März 2019 um 12-14 Uhr am Wochenmarktplatz/ KAZ-Platz. Bring gerne deine Kinder mit, wir bieten eine Kinderbetreuung und Essen an.
… komm zu einem der Aktionsstände am 23.02 und 02.03 beim Gänseliesel
… komm zu unserer Demonstration am 8. März 2019 um 17:00 am Neuen Rathaus
… informiere deine Freund*innen und Familie, deine Nachbar*innen und Kolleg*innen.

Wenn du keine Möglichkeit hast, deine Arbeit bestreiken, kannst du trotzdem sichtbar machen, dass du dich mit dem Frauen*streik solidarisierst:
… steck dir am 8. März 2019 einen der Frauen*streik–Buttons an
… häng ein Geschirrtuch aus dem Fenster
… trag ein lila Kleidungsstück oder Tuch

* Wir benutzen das Sternchen, weil nicht alle Frauen gleich sind. Frauen verdienen unterschiedlich, haben unterschiedliche Herkünfte, lieben unterschiedlich, arbeiten in verschiedenen Bereichen usw. Trotzdem machen sie in dieser Gesellschaft ähnliche Erfahrungen. Außerdem möchten wir mit dem Sternchen darauf hinweisen, dass die Einteilung in Frauen und Männer nicht naturgegeben ist, sondern von der Gesellschaft hergestellt wird.
** Das feministische Streiken ist in Deutschland nicht gewerkschaftlich abgesichert. Deutschlands Streikrecht ist eines, der restriktivsten Streikrechte. Das bedeutet, dass Formen des politischen Protests nicht erlaubt sind. Wir lehnen diese Einschränkung ab – durch politischen Protest kann sehr prägnanter Druck auf die Politik aufgebaut werden.

auf zum feministischer Streik!

In Anlass an die laufenden Vorbereitungen zum feministischen Streik bzw. Frauen*Streik in Deutschland 2019 gab es am 21.11.2018 vom Frauen*Streik-Komitee in Berlin unter dem Motto „Den politischen Streik zurückerobern“ eine Versammlung. Für alle zum nachhören und -sehen gibt es netterweise das ganze online bei Youtube:

Übrigens: für alle, die in/um Göttingen den Streik zum 8. März 2019 mitgestalten wollen, wird es am Freitag, den 07.12.2018 um 17 Uhr bei ver.di in der Groner-Tor-Straße 32 in Göttingen das zweite Koordinations-/Planungstreffen geben. Alle Feminist*innen sind dazu eingeladen als Einzelperson oder für ihr Netzwerk bzw. Politgruppe zu kommen!
Weitere Infos zum Streik am 8. März 2019 gibt es unter:
Feministisches Bündnis Göttingen
8*M-Streik!

G20 auf den Kopf stellen!

Jingle:

Auswahl von Mobi-Videos:

Spiel für unterwegs, vor + nach Aktionen oder in der GeSa:
Demo-Poly

…. und zu guter letzt eine „Schnapsidee“:
Soli-Mexikaner gegen G20

Mexikaner-Rezept zum Selbermachen:

Ihr wollt euch an der Aktion beteiligen, wisst aber nicht wie der Mexikaner-Schnaps hergestellt wird? Dann haben wir hier das Original-Rezept aus dem Steppenwolf für euch, welcher als erster Laden Ende der 1980er-Jahre den Mexikaner-Schnaps auf St. Pauli verkauft hat.

Hier das Originalrezept aus dem Steppenwolf:

1 FL 0,7 l Korn,
3 Fl. 0,7 l Tomatensaft,
1 FL 0,5 l Taki Taki (oder Sangrita Pikant).
3 cl Tabasco,
1 EL Pfeffer und
1 Tl Salz
am besten in einem großen Topf und verrühren. Ergibt ca. 4 Fl / 0,7 l

→ Natürlich kann der Mexikaner durch die Zugabe weiterer Zutaten wie zum Beispiel Chilipulver oder Zucker noch weiter nach eigenem Geschmack verfeinert werden

Ausstellung über Schwarze Lebensrealitäten in Geschichte und Gegenwart

„Homestory Deutschland“, eine Ausstellung der ISD, ist vom 14. Januar bis zum 3. Februar im Foyer des Felix-Klein-Gymnasiums in Göttingen kostenfrei zu besuchen.
Wann? wochentags von 8:00 bis 19:00 Uhr und an den Wochenenden von 10:00 bis 16:00 Uhr.
Gruppenanmeldungen kann man an goettingen@dgb.de richten.
Die biografische und interaktive Ausstellung wird von einer inhaltlich bereichernden Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Schwarze Lebensrealitäten in Deutschland – zwischen kolonialen Kontinuitäten und Widerstand“ in den Ausstellungsräumen begleitet.
Dieses Begleitprogramm findet sich auf der Homepage des Bündnisses 27. Januar – Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, in dessen Rahmen die Ausstellung organisiert wurde.

Wieso weshalb warum?
Die Geschichte Schwarzer Menschen in Deutschland, ihr Wirken und ihre gesellschaftlichen Beiträge, genauso aber die Geschichte des Rassismus, der Verfolgung und Vernichtung Schwarzer Menschen insbesondere im Nationalsozialismus sind bislang wenig bekannt. Am 27. Januar ist Holocaust Gedenktag, an dem bundesweit den Opfern des Nationalsozialismus gedacht wird. Aus diesem Anlass zeigen der DGB-Kreisverband Südniedersachsen-Harz, die DGB-Jugend mit dem bildungspolitischen Courage-Arbeitskreis sowie die Gruppe femko in Zusammenarbeit mit der Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland ISD-Bund e.V. die Ausstellung „Homestory Deutschland“. Damit soll den blinden Flecken der Geschichte und Gedenkpolitik ein sichtbarer und politischer Beitrag entgegengesetzt werden.
Während Schwarze Menschen in Deutschland in der offiziellen Geschichtsschreibung als eigenständige gesellschaftliche Gruppe kaum auftauchen, herrschen im öffentlichen Bild auch heute zumeist vorgefasste Vorstellungen nach kolonialen Wahrnehmungsmustern vor. Wer weiß schon, wie Schwarze Musiker_innen, Künstler_innen, Wissenschaftler_innen, Soldaten und Arbeiter_innen hier lebten und wie sie bis heute wirken? Wer kennt die Geschichte ihrer Ausschlüsse, ihrer Verfolgung, aber auch des Überlebens und Auflehnens? Höchste Zeit diese verdrängten Lebensgeschichten und kollektiven Erzählungen kennenzulernen und als wichtigen Teil in die Gedenkpolitik einfließen zu lassen, meinen die Initiator_innen der Ausstellung „Homestory Deutschland“ in Göttingen.

Plakat und Programm

Siempre Antifascista 5. – 8. Oktober 2016

Es ist wieder soweit! Das Siempre Antifascista Kollektiv hat auch in diesem Jahr wieder sehr spannende workshops, Diskussionen, Konzerte und vieles mehr auf die Beine gestellt. Das ganze Programm gibt es hier!

SchwarzRund im Kabale!

Wir freuen uns SchwarzRund kommenden Freitag wieder in Göttingen, im Kabale um 21 Uhr begrüßen zu dürfen! Sie wirt lesen und performen:

Erste Eindrücke gibt es auf der Homepage von ShwarzRund: schwarzrung.wordpress.com