Archiv der Kategorie 'fem.ko'

Soli-Parties ohne Ende!!

Feiern ist super, vor allem wenn es nicht nur der eigenen Freude dient sondern auch noch politischen Projekten hilft! Also viel Spaß beim tanzen, trinken, feiern:

Bässe statt Bagger“ – Ende Gelände Soli-Konzert und anschließender Party:
ab 21 Uhr am Freitag, den 8.2.2019 im T-Keller mit Arbeitstitel Tortenschlacht

SMASH PatriarchySoli-Konzert mit anschließender Party:
ab 20 Uhr am Samstag, den 9.2.2019 im Silbrvch mit Deutsche Laichen und HC Baxxter!

CELEBRATE THE SOLI PARTY“ – Für die Angeklagen im G20 Elbchaussee Prozess:
ab 22 Uhr am Samstag, den 16.2.2019 im Juzi No Techno, No Trash, No Schlager„!

Outing einer Göttinger Nazi-Clique

Seit einiger Zeit finden sich in Göttingen vermehrt rechte Schmierereien und Sticker. Zu einigen rechten Personen gibt es einen gut recherchierten Blog Ausgetobt! Da könnt ihr auch neuere Rechercheergebnisse nachlesen, wie Silvesterfeiereien von Paul Sass und Thorsten Heise oder Luisa Bredemeier beim Neujahrsempfang der NPD.

Ausgetobt!

Allein machen sie dich ein – kommt zur Kundgebung am Donnerstag!

Am Montag, den 28.01, gab es in Göttingen erneut eine Hausdurchsuchung bei einer weiteren geflüchteten Person aus Pakistan. Auch diesmal waren Polizei und Ausländerbehörde auf der Suche nach einem Pass.
Deswegen ruft das Bündnis gegen Abschiebung am Donnerstag 31.01.2019 um 14.30 Uhr auf zur Kundgebung „3-Tagesduldungen, Hausdurchsuchungen, Abschiebungen!? – Gegen Repression durch die Stadtverwaltung – Für ein solidarisches Miteinander!“ am Hiroshima Platz, vor dem Neuen Rathaus Göttingen.

3-Tagesduldungen, Hausdurchsuchungen, Abschiebungen!?
Gegen Repression durch die Stadtverwaltung – Für ein solidarisches Miteinander!


Protestkundgebung | Donnerstag 31.Januar, 14:30 Uhr | vor dem Neuen Rathaus Göttingen

Menschen, die hier als Geflüchtete leben, sind von Repressionen und Diskriminierungen durch die Ausländerbehörde betroffen.
Städtische Behörden sind ausführende Organe der rassistischen Politik und Gesetzgebung von Bund und Ländern, die in starrer, empathieloser Bürokratie über den Aufenthaltsstatus der Betroffenen verfügen. Sie organisieren und verwalten Abschiebungen ebenso wie Geldkürzungen oder den Entzug der Arbeitserlaubnis. Doch auch diese Behörden haben Handlungs- und Ermessensspielräume. Die Göttinger Ausländerbehörde ist weit davon entfernt, ihre Handlungsspielräume zugunsten ihrer Klient*innen zu nutzen.

Wenn Menschen sich weigern, durch eine Passbeschaffung an ihrer eigenen Abschiebung mitzuwirken, reagieren die Behörden mit Entzug der Arbeitserlaubnis, dem Ausstellen von Duldungen mit nur 3 Tagen Gültigkeit und Hausdurchsuchungen. Wenn auch das nicht ausreicht, werden Abschiebungen auch ohne die dafür notwendigen Passpapiere angeordnet.
Um die Durchführung der Abschiebungen zu gewährleisten, schrecken die Behörden auch vor offensichtlichen Rechtsbrüchen nicht zurück: Ohne richterlichen Erlass und ohne vorliegenden Strafbefehl wurde z.B. im letzten Jahr ein Geflüchteter direkt vor dem Göttinger Rathaus festgenommen, um ihn nach Pakistan abzuschieben. Ohne Durchsuchungsbefehle werden Wohnungen von Geflüchteten, und sogar von deren Freund*innen und Familien in der Nacht durchsucht, um Menschen abzuschieben. Bei Abschiebungen werden Personen in Handschellen und Fußfesseln abgeführt, als seien sie Schwerverbrecher*innen. Dies sind nur einige Beispiele einer Politik der Abschreckung, der Angstproduktion und Repression, die viele Geflüchtete unter massiven materiellen und psychischen Druck setzt.

Geflüchtete Personen werden hier systematisch entrechtet. Sie werden daran gehindert, ein selbstbestimmtes Leben zu führen – ihnen wird Arbeit und Bildung verwehrt. Sie werden in Lagern abseits der Innenstädte, wie der Siekhöhe untergebracht und gesellschaftlich isoliert. Sie werden in ihrer Freizügigkeit eingeschränkt, von Freund*innen und Familie getrennt und müssen dauerhaft in zermürbender Unsicherheit leben.
Dennoch: Trotz allem widersetzen sich tagtäglich viele Betroffene den repressiven Ordern der Behörden. Gemeinsam wollen wir unseren Protest und den alltäglichen Widerstand vor dem Rathaus sichtbar machen! Wir stellen uns gegen diese rassistische Politik!
Statt Angst, Repression und Hass zu schüren, brauchen wir eine Praxis der Solidarität; eine Politik, die das Recht auf ein gutes Leben für alle einfordert!

Am Donnerstag, den 31.Januar, um 14:30 Uhr vor dem Neuen Rathaus Göttingen
Rassistische Sondergesetze abschaffen! Freedom of movement in everybody’s right!

Erinnern in Zeiten des Rechtsrucks

Am Donnerstag, den 31.1. um 19 Uhr findet im Alten Rathaus die Abschlussveranstaltung des Bündnis zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus statt: „Wenn die Shoah zum Vogelschiss erklärt wird“

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau von der Roten Armee befreit. Heute ist mit der AFD eine rechtsradikale und geschichtsrevisionistische Partei im deutschen Bundestag vertreten. Ihr Fraktionsvorsitzender Alexander Gauland bezeichnet „Hitler und die Nazis“ als einen „Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte“. Über­lebende des KZ Bergen-Belsen verwahren sich gegen die Beteiligung eben dieser AFD im Stiftungsrat der niedersächsischen Gedenkstätten. Während sich das gesellschaftspolitische Klima immer weiter nach rechts verschiebt, rückt der Zeitpunkt näher, an dem keine Überlebenden des NS-Terrors mehr berichten können. Was folgt daraus? Wie kann sich Erinnerungspolitik dem Rechtsruck entgegen stellen?

Müssen Gedenkstätten aufgrund dieser politischen Dynamik zu aktiven politischen Akteurinnen avancieren?

Wir diskutieren mit der Schriftstellerin und Auschwitz-Überlebenden Esther Bejarano, dem ehem. Leiter der Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten Prof. Habbo Knoch und der Historikerin und Publizistin Cornelia Siebeck.

§ 219a und § 218 wegstreiken!

Wir möchten euch über die Bundesweite Aktion gegen §219a und §218 am Samstag, den 26. Januar aufmerksam machen. Auch in Göttingen findet am Marktplatz, beim Gänseliesel ab 13 Uhr eine Kundgebung unter dem Motto „§ 219a und § 218 wegstreiken!“ vom Göttinger Bündnis für Selbstbestimmung statt:

§ 219a ist unzeitgemäß und muss abgeschafft werden! Ein „Kompromiss“ wie ihn die Verhandlungsgruppe der Bundesregierung vorgelegt hat, ist nicht hinnehmbar und muss verhindert werden. Deshalb gehen wir heute auf die Straße. – In Göttingen und in 25 weiteren Städten in Deutschland.
§ 219a stammt aus einer Zeit, in der das Internet als primäre Informationsquelle noch keine Rolle gespielt hat. Heute wird er instrumentalisiert, um Stimmung gegen gebärfähige Personen und ihr Selbstbestimmungsrecht zu machen. Deshalb: § 219a wegstreiken! Statt zu warten, bis der Bundestag einem „Kompromiss“ zustimmt, bei dem der Straftatbestand der Information über den Schwangerschaftsabbruch bestehen bleibt und darüber hinaus den Abtreibungsgegner*innen nach dem Mund geredet wird, indem eine Studie zu seelischen Folgen von Schwangerschaftsabbrüchen vorgenommen werden soll. Die Studie ist ein Anschlag auf das Selbstbestimmungsrecht und die Würde aller gebärfähigen Personen und muss dringend verhindert werden.
Kommt und zeigt eure Solidarität!

Eingeladen und sprechen werden unter anderem Nora Szasz (angeklagte Ärztin aus Kassel), Ute Wiese-Hast (ProFa Göttingen) und Vertreter*innen vom feministischen 8. März-Bündnis Göttingen.

Die Reformierung des Paragraphen 219a wird auf Bundesebene aktuell diskutiert, ein seit dem 12.12.2018 vorliegenden Papier der Verhandlungsgruppe der Großen Koalition lässt erahnen, dass es kaum um Verbesserung oder sogar Abschaffung geht. Daher wird im Anschluss an die Kundgebung ein offener Brief an die Göttinger Bundestagsabgeordneten versendet werden, um den Druck zu erhöhen sich gegen den §219a StGB auszusprechen. Während der Kundgebung werden dafür vom Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung weitere Unterstützungsunterschriften gesammelt.

Kommt also Samstag vorbei und macht euch Stark gegen §219a und §218!!

Informationen zu den bundesweiten Aktionen am 26. Januar gibt es unter anderem auf der Seite: Solidarität mit den nach §219a StGB angeklagten Ärzt*innen

Donnerstag, 10.1. „My Two Polish Loves“ im Lumière

Dokumentarfilm (OmU) und Gespräch mit den Filme­macherinnen Tali Tiller und Magda Wystub

Donnerstag, 10. Januar 2019, 19 Uhr
Kino Lumière, Geismar Landstr. 19, Göttingen

Tali begibt sich auf eine bewegende Reise in die polnische Stadt Lodz, um den Spuren ihrer persönlichen und familiären Geschichte nachzugehen.

Im Zentrum stehen ihre in Polen auf­gewachsene Partnerin Magda und ihre Großmutter Silvia, eine Holocaust-Überlebende, deren Stimme und Erinnerungen die beiden begleiten. Während sie auf der Suche nach lang vergessenen Straßen­namen Lodz durch­wandern und das ehemalige Ghetto besuchen, entdecken Tali und Magda über­raschende Über­ein­stimmungen in ihrem polnischen Erbe.

Der Film geht der Frage nach, wie Erinnerungen an Holocaust und Krieg von Frauen erlebt, erzählt und weiter­gegeben werden.

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