Comments on: Eine Menge Wäsche zu waschen – „Pinkwashing“ und andere queere Positionen zu Israel http://femKo.blogsport.de/2012/07/15/eine-menge-waesche-zu-waschen-pinkwashing-und-andere-queere-positonen-zu-israel/ Tue, 13 Apr 2021 17:35:45 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 by: Administrator_in http://femKo.blogsport.de/2012/07/15/eine-menge-waesche-zu-waschen-pinkwashing-und-andere-queere-positonen-zu-israel/#comment-1556 Thu, 26 Jul 2012 12:32:20 +0000 http://femKo.blogsport.de/2012/07/15/eine-menge-waesche-zu-waschen-pinkwashing-und-andere-queere-positonen-zu-israel/#comment-1556 @daniel: Sorry, dein Beitrag war einige Zeit in der Moderationsschleife. Momentan wird jedes Kommentar moderiert und muss von uns freigeschaltet werden, dann dauert es manchmal ein wenig. Wir sind noch dabei zu erproben, welche Form der Kommentarfunktion uns für diesen Blog am sinnvollsten erscheint. Dazu ist es die erste Diskussion die hier auf dem Blog stattfinden, was uns sehr freut. @daniel: Sorry, dein Beitrag war einige Zeit in der Moderationsschleife. Momentan wird jedes Kommentar moderiert und muss von uns freigeschaltet werden, dann dauert es manchmal ein wenig. Wir sind noch dabei zu erproben, welche Form der Kommentarfunktion uns für diesen Blog am sinnvollsten erscheint. Dazu ist es die erste Diskussion die hier auf dem Blog stattfinden, was uns sehr freut.

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by: daniel http://femKo.blogsport.de/2012/07/15/eine-menge-waesche-zu-waschen-pinkwashing-und-andere-queere-positonen-zu-israel/#comment-1553 Tue, 24 Jul 2012 09:29:04 +0000 http://femKo.blogsport.de/2012/07/15/eine-menge-waesche-zu-waschen-pinkwashing-und-andere-queere-positonen-zu-israel/#comment-1553 hallo ist meine post von gestern im spam gelandet? hallo
ist meine post von gestern im spam gelandet?

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by: daniel http://femKo.blogsport.de/2012/07/15/eine-menge-waesche-zu-waschen-pinkwashing-und-andere-queere-positonen-zu-israel/#comment-1552 Mon, 23 Jul 2012 22:55:17 +0000 http://femKo.blogsport.de/2012/07/15/eine-menge-waesche-zu-waschen-pinkwashing-und-andere-queere-positonen-zu-israel/#comment-1552 danke Tatjana für deine Antworten, ich denke Du hast einige wichtige Punkte benannt, die bei dieser Diskussion schief liegen. noch einige ergänzungen für clara: Die "Branding Israel"-Kampagne (offizieller Name!)ist kein kleiner Fisch sondern eine millionenschwere Angelegenheit in der einige Ministerien eingebunden sind, also beileibe keine reine Tourismuskampagne. Dass wurde nebenbei im Artikel erwähnt, scheinst Du aber überlesen zu haben? hier gibt es eine Dokumentation der Aktivitäten und einige Zahlen des designierten Budgets: http://www.prettyqueer.com/2011/11/29/a-documentary-guide-to-pinkwashing-sarah-schulman-new-york-times-oped/ Die Rechtfertigung von Unterdrückung, eines andauernden, brutalen Besatzungsregimes, operiert ganz "traditionell" mit der Erhöhung der eigenen Überlegenheit und des Beweises bzw. Konstruktion der Inferiorität der "Anderen", die es aus diesem Grund nicht anders verdienen oder gar befreit werden sollen. Es geht also hier um die Kritik und Sichtbarmachung von zynischer Vereinnahmung von Themen wie LTGB-Rechten oder auch Frauenrechten usw.. Deine Annahme hier werde mit "gut" und "böse" operiert verkennt den Kern der Kritik. Es geht nicht um den Vergleich dieser Gesellschaften sondern wie Unterdrückung gerechtfertigt wird. Du würdest auf die Krtik an kolonialer Praxis der europäischen Staaten ja wohl auch nicht antworten: "Aber sie haben doch recht, die "primitiven" Eingeborenen behandeln ihre Frauen wirklich schlechter als der Kolonialherr seine Frau, wollt ihr etwa die augeklärte europäische Kultur mit der primitiven afrikanischen gleichsetzen" Das wäre in einer radikalen Linken bzw. einer radikalen feministischen Kritik nicht denkbar, so weit hinter eine Theorie zurückzufallen. Um so trauriger, dass ich hier auf einem sich selbst als queer oder feministischem bezeichnenden Blog so weit ausholen muss, um diesen eigentlich zu erwartenden Grundkonsenz einzufordern! Die Besatzung un kriegerische Politik Israels besteht aus dem Grund der Landnahme und Machterhaltung oder meinetwegen militärischen und politischen Überlegungen, aber nicht um irgendwelche LTBG-Rechte in der Westbank durchzusetzen. Oder anders gesagt, Menschenrechte, und als solche begreife ich LTGB-Rechte, können oder sollten nicht seperat voneinander behandelt werden. Wer sich um Menschenrechte einen Dreck schert, dem sollte man skeptisch gegenüberstehen, wenn er sie sich plötzlich auf die Fahnen schreibt. Am Ende noch der Hinweis, dass der Pinkwashing Workshop, der auf dem TCSD von Yossi&Liad gehalten wurde, und um den dies Diskussion u.a kreist, an diesem Montag den 30.07 in Berlin im Südblock (am Kotti) erneut stattfindet. danke Tatjana für deine Antworten, ich denke Du hast einige wichtige Punkte benannt, die bei dieser Diskussion schief liegen.

noch einige ergänzungen für clara:
Die „Branding Israel“-Kampagne (offizieller Name!)ist kein kleiner Fisch sondern eine millionenschwere Angelegenheit in der einige Ministerien eingebunden sind, also beileibe keine reine Tourismuskampagne. Dass wurde nebenbei im Artikel erwähnt, scheinst Du aber überlesen zu haben?
hier gibt es eine Dokumentation der Aktivitäten und einige Zahlen des designierten Budgets:
http://www.prettyqueer.com/2011/11/29/a-documentary-guide-to-pinkwashing-sarah-schulman-new-york-times-oped/

Die Rechtfertigung von Unterdrückung, eines andauernden, brutalen Besatzungsregimes, operiert ganz „traditionell“ mit der Erhöhung der eigenen Überlegenheit und des Beweises bzw. Konstruktion der Inferiorität der „Anderen“, die es aus diesem Grund nicht anders verdienen oder gar befreit werden sollen. Es geht also hier um die Kritik und Sichtbarmachung von zynischer Vereinnahmung von Themen wie LTGB-Rechten oder auch Frauenrechten usw.. Deine Annahme hier werde mit „gut“ und „böse“ operiert verkennt den Kern der Kritik. Es geht nicht um den Vergleich dieser Gesellschaften sondern wie Unterdrückung gerechtfertigt wird. Du würdest auf die Krtik an kolonialer Praxis der europäischen Staaten ja wohl auch nicht antworten: „Aber sie haben doch recht, die „primitiven“ Eingeborenen behandeln ihre Frauen wirklich schlechter als der Kolonialherr seine Frau, wollt ihr etwa die augeklärte europäische Kultur mit der primitiven afrikanischen gleichsetzen“

Das wäre in einer radikalen Linken bzw. einer radikalen feministischen Kritik nicht denkbar, so weit hinter eine Theorie zurückzufallen. Um so trauriger, dass ich hier auf einem sich selbst als queer oder feministischem bezeichnenden Blog so weit ausholen muss, um diesen eigentlich zu erwartenden Grundkonsenz einzufordern!

Die Besatzung un kriegerische Politik Israels besteht aus dem Grund der Landnahme und Machterhaltung oder meinetwegen militärischen und politischen Überlegungen, aber nicht um irgendwelche LTBG-Rechte in der Westbank durchzusetzen.

Oder anders gesagt, Menschenrechte, und als solche begreife ich LTGB-Rechte, können oder sollten nicht seperat voneinander behandelt werden. Wer sich um Menschenrechte einen Dreck schert, dem sollte man skeptisch gegenüberstehen, wenn er sie sich plötzlich auf die Fahnen schreibt.

Am Ende noch der Hinweis, dass der Pinkwashing Workshop, der auf dem TCSD von Yossi&Liad gehalten wurde, und um den dies Diskussion u.a kreist, an diesem Montag den 30.07 in Berlin im Südblock (am Kotti) erneut stattfindet.

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by: Tatjana http://femKo.blogsport.de/2012/07/15/eine-menge-waesche-zu-waschen-pinkwashing-und-andere-queere-positonen-zu-israel/#comment-1550 Sat, 21 Jul 2012 13:59:19 +0000 http://femKo.blogsport.de/2012/07/15/eine-menge-waesche-zu-waschen-pinkwashing-und-andere-queere-positonen-zu-israel/#comment-1550 PS: Ein besonders offensichtliches Beispiel: Ein schwuler Amerikaner erzählt im Internet davon, wie er ganz naiv bei der Flotilla anfragte, ob seine queere Organisation mitmachen könne. Sie wurden abgelehnt. Dann fand er heraus dass die Flotilla ein "Hamas-Projekt" ist, und er war geschockt. So ähnlich stellte ein gewisser Marc seine Erfahrungen dar. (Angeblich hat die israelische Regierung das Video vielfach verbreitet, dafür habe ich aber keine Quelle). Nun, Marc heisst Omer, ist nicht Amerikaner sondern Israeli, hat niemals bei der Flotilla angefragt usw: Das Video ist gelogen und instrumentalisiert Queer Issues (einige Leute auf der Flotilla, was immer man von ihr halten mag, sind homosexuell geoutet) für einen nationalen Konflikt mit konkreten Lügen. Das Video wurde vielfach von der israelischen Regierung verbreitet. Hier das Originalvideo http://www.youtube.com/watch?v=vhmBbGFJleU Hier die Kritik und Dekonstruktion auf Electronic Intifada. http://electronicintifada.net/tags/omer-gershon Denkst Du, irgend ein linker Israeli oder palästinensischer Queer findet das cool? Ist da irgendwas emazipatives dran? I dont think so. PS: Ein besonders offensichtliches Beispiel: Ein schwuler Amerikaner erzählt im Internet davon, wie er ganz naiv bei der Flotilla anfragte, ob seine queere Organisation mitmachen könne. Sie wurden abgelehnt. Dann fand er heraus dass die Flotilla ein „Hamas-Projekt“ ist, und er war geschockt. So ähnlich stellte ein gewisser Marc seine Erfahrungen dar. (Angeblich hat die israelische Regierung das Video vielfach verbreitet, dafür habe ich aber keine Quelle).
Nun, Marc heisst Omer, ist nicht Amerikaner sondern Israeli, hat niemals bei der Flotilla angefragt usw: Das Video ist gelogen und instrumentalisiert Queer Issues (einige Leute auf der Flotilla, was immer man von ihr halten mag, sind homosexuell geoutet) für einen nationalen Konflikt mit konkreten Lügen. Das Video wurde vielfach von der israelischen Regierung verbreitet.
Hier das Originalvideo http://www.youtube.com/watch?v=vhmBbGFJleU
Hier die Kritik und Dekonstruktion auf Electronic Intifada. http://electronicintifada.net/tags/omer-gershon
Denkst Du, irgend ein linker Israeli oder palästinensischer Queer findet das cool? Ist da irgendwas emazipatives dran? I dont think so.

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by: Tatjana http://femKo.blogsport.de/2012/07/15/eine-menge-waesche-zu-waschen-pinkwashing-und-andere-queere-positonen-zu-israel/#comment-1548 Sat, 21 Jul 2012 13:24:59 +0000 http://femKo.blogsport.de/2012/07/15/eine-menge-waesche-zu-waschen-pinkwashing-und-andere-queere-positonen-zu-israel/#comment-1548 Vielleicht würde es etwas helfen, die zahlreichen Quellen, die die israelischen AktivistInnen präsentiert haben, zu überprüfen. Vielleicht solltest Du dann auch mitbekommen haben, dass die "Demokratie" von der Du sprichst, für die okkupierten PalästinenserInnen keine ist. Und dass die Queers dort sich wirklich instrumentalisiert vorkommen und nicht nur bisschen "rumpöbeln". Stell Dir vor Du machst eine "super-coole Queer-Party" in Tel Aviv und findest dabei raus, dass genau dort, wo Du Dich befindest, mal ein Dorf war, indem alle Beteiligten vertrieben wurden und wo jeder Verweis, dass sich ein Dorf dort befand, mit gar rechtlicher Gewalt bestraft werden kann? (Immerhin ist es ja jetzt gesetzlich verboten, von der Nakba zu sprechen, was eine Demokratie!). Ist es da nicht zynisch, von Israel als demokratischem Queer-Paradies zu sprechen? Vielleicht findet sich in diesem lokal-historischen Problem ein Missing Link, den Du nicht mitbekommen hast? Die Leute, die Israel nicht wegen kommerziellen Gay-Parties, sondern wegen der politischen Queer-Szene besuchen, kommen an dem Punkt scheinbar nicht vorbei. Logisch: Die israelischen Queers UND die palästinensischen Queers dort werden wohl darauf hinweisen, dass das Feiern von Sex und Gender alleine dort nicht besonders radikal ist und deswegen behandeln ihre Performances, Aktionen und Aktivitäten auch viele Themen, die mit anderen, hier, arabischen Minorities und der Regierung zu tun haben. Und das nicht zuletzt, weil es in die Queer-Szene eine große Sensibilität für diese Fragen gibt. Mein Gott, wie oft haben schon Queers aus Israel abgekotzt, wenn Leute dorthin fahren, um am Strand rumzuliegen und ihre deutschen Befindlichkeiten auf das Land zu projizieren, eine Mischung aus Exotismus, Holocaust-Katharsis und schwulen Party-Tourismus, anstatt sich damit auseinanderzusetzen, dass die Besatzung nicht nur für AraberInnen, sondern auch viele Israelis nicht mehr zu akzeptieren ist. Der Pinkwashing-Begriff wird dabei auch mittlerweile von der Opposition im Knesset (ich glaube es war die Meretz-Partei) benutzt - dies scheint mir kaum ein Kontext zu sein, der misrepräsentativ von der Wirklichkeit ist oder irgendetwas mit Günter Grass zu tun hat. Hier noch eine Anmerkung: Vielleicht ist vielen kritischen Israelis scheissegal, was Günter Grass sagt, nicht aber, was die durchaus sehr rechte Regierung tut. Diese Perspektive scheint der Diskussion hier total abzugehen. Viele hängen sich an der Hamas auf, einer Organisation, die es ohne die Okkupation wohl kaum gäbe. Die Hamas ist sicher ablehnbar, aber ohne Jahrzehnte gescheiterten Friedens-Prozess und als Angriff PLO/Fatah und Israels militärischer Übermacht wohl kaum zu einzuordnen. Wieso Butler sie als links einordnet, ist vielleicht absurd - wie wenig Leute hier hingegen wissen, auf was für eine jüdische Tradition sie sich pazifistisch bezieht, auch wenn sie schon viele Texte und Vorträge dazu publiziert hat, interessiert keinen. Butlers Referenzen sind zwei verschiedene: Einerseits die eines jüdischen diasporischen Pazifismus, der NIE mit Israels Politik aufging sondern eher eine Gegenposition dazu einnimmmt und durchaus zurecht anmerkt, dass der Staat eine sehr monolithische Idee davon praktiziert, wer ein guter Jude ist und wer nicht. Noch absurder ist allerdings die Dramatisierung vom Boykott, der für einige kritische Juden wohl eher in ihrer pazifistischen Tradition steht, als der Kriegskurs der derzeitigen Regierung. Das heisst nicht, dass ich gleich BDS-Fan oder -Praktiziererin werden muss - bin ich jedenfalls nie geworden. Ist die Sache wirklich so kompliziert? Israel hat international einen schlechten Ruf wegen der Endlosigkeit der Okkupation. Queer Rights sind Image-fördernd und werden auch konkret in bellizistische Propaganda einbezogen und schwule Palis gar dazu aufgefordert, für den Geheimdienst zu arbeiten (siehe den Text der israelischen GenossInnen). Dann kommen die aktivistischen Queers an und sagen, das ist scheisse: Not in Our Name. Nochmal: Was ist daran so kompliziert? Ok: Ich find total nachvollziehbar wenn jemand in Deutschland anmerkt, wieso auf Israel fixieren? Aber dann würde ich eher von anderen homonationalen Problemen sprechen (Holland, Skandinavien, The Rise of the New Islamophobic Neocons usw), und zeigen, dass der Begriff "Pinkwashing" auch woanders einsetzbar ist, anstatt bei der Fixierung zu bleiben. But that´s just me. Vielleicht würde es etwas helfen, die zahlreichen Quellen, die die israelischen AktivistInnen präsentiert haben, zu überprüfen. Vielleicht solltest Du dann auch mitbekommen haben, dass die „Demokratie“ von der Du sprichst, für die okkupierten PalästinenserInnen keine ist. Und dass die Queers dort sich wirklich instrumentalisiert vorkommen und nicht nur bisschen „rumpöbeln“.

Stell Dir vor Du machst eine „super-coole Queer-Party“ in Tel Aviv und findest dabei raus, dass genau dort, wo Du Dich befindest, mal ein Dorf war, indem alle Beteiligten vertrieben wurden und wo jeder Verweis, dass sich ein Dorf dort befand, mit gar rechtlicher Gewalt bestraft werden kann? (Immerhin ist es ja jetzt gesetzlich verboten, von der Nakba zu sprechen, was eine Demokratie!). Ist es da nicht zynisch, von Israel als demokratischem Queer-Paradies zu sprechen? Vielleicht findet sich in diesem lokal-historischen Problem ein Missing Link, den Du nicht mitbekommen hast?
Die Leute, die Israel nicht wegen kommerziellen Gay-Parties, sondern wegen der politischen Queer-Szene besuchen, kommen an dem Punkt scheinbar nicht vorbei. Logisch: Die israelischen Queers UND die palästinensischen Queers dort werden wohl darauf hinweisen, dass das Feiern von Sex und Gender alleine dort nicht besonders radikal ist und deswegen behandeln ihre Performances, Aktionen und Aktivitäten auch viele Themen, die mit anderen, hier, arabischen Minorities und der Regierung zu tun haben.

Und das nicht zuletzt, weil es in die Queer-Szene eine große Sensibilität für diese Fragen gibt. Mein Gott, wie oft haben schon Queers aus Israel abgekotzt, wenn Leute dorthin fahren, um am Strand rumzuliegen und ihre deutschen Befindlichkeiten auf das Land zu projizieren, eine Mischung aus Exotismus, Holocaust-Katharsis und schwulen Party-Tourismus, anstatt sich damit auseinanderzusetzen, dass die Besatzung nicht nur für AraberInnen, sondern auch viele Israelis nicht mehr zu akzeptieren ist. Der Pinkwashing-Begriff wird dabei auch mittlerweile von der Opposition im Knesset (ich glaube es war die Meretz-Partei) benutzt – dies scheint mir kaum ein Kontext zu sein, der misrepräsentativ von der Wirklichkeit ist oder irgendetwas mit Günter Grass zu tun hat. Hier noch eine Anmerkung: Vielleicht ist vielen kritischen Israelis scheissegal, was Günter Grass sagt, nicht aber, was die durchaus sehr rechte Regierung tut.

Diese Perspektive scheint der Diskussion hier total abzugehen. Viele hängen sich an der Hamas auf, einer Organisation, die es ohne die Okkupation wohl kaum gäbe. Die Hamas ist sicher ablehnbar, aber ohne Jahrzehnte gescheiterten Friedens-Prozess und als Angriff PLO/Fatah und Israels militärischer Übermacht wohl kaum zu einzuordnen. Wieso Butler sie als links einordnet, ist vielleicht absurd – wie wenig Leute hier hingegen wissen, auf was für eine jüdische Tradition sie sich pazifistisch bezieht, auch wenn sie schon viele Texte und Vorträge dazu publiziert hat, interessiert keinen. Butlers Referenzen sind zwei verschiedene: Einerseits die eines jüdischen diasporischen Pazifismus, der NIE mit Israels Politik aufging sondern eher eine Gegenposition dazu einnimmmt und durchaus zurecht anmerkt, dass der Staat eine sehr monolithische Idee davon praktiziert, wer ein guter Jude ist und wer nicht. Noch absurder ist allerdings die Dramatisierung vom Boykott, der für einige kritische Juden wohl eher in ihrer pazifistischen Tradition steht, als der Kriegskurs der derzeitigen Regierung. Das heisst nicht, dass ich gleich BDS-Fan oder -Praktiziererin werden muss – bin ich jedenfalls nie geworden.

Ist die Sache wirklich so kompliziert? Israel hat international einen schlechten Ruf wegen der Endlosigkeit der Okkupation. Queer Rights sind Image-fördernd und werden auch konkret in bellizistische Propaganda einbezogen und schwule Palis gar dazu aufgefordert, für den Geheimdienst zu arbeiten (siehe den Text der israelischen GenossInnen). Dann kommen die aktivistischen Queers an und sagen, das ist scheisse: Not in Our Name.
Nochmal: Was ist daran so kompliziert?
Ok: Ich find total nachvollziehbar wenn jemand in Deutschland anmerkt, wieso auf Israel fixieren? Aber dann würde ich eher von anderen homonationalen Problemen sprechen (Holland, Skandinavien, The Rise of the New Islamophobic Neocons usw), und zeigen, dass der Begriff „Pinkwashing“ auch woanders einsetzbar ist, anstatt bei der Fixierung zu bleiben. But that´s just me.

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by: Clara http://femKo.blogsport.de/2012/07/15/eine-menge-waesche-zu-waschen-pinkwashing-und-andere-queere-positonen-zu-israel/#comment-1547 Thu, 19 Jul 2012 20:31:15 +0000 http://femKo.blogsport.de/2012/07/15/eine-menge-waesche-zu-waschen-pinkwashing-und-andere-queere-positonen-zu-israel/#comment-1547 @Daniel: Also ich antworte hier mal als Einzelperson, auch wenn ich mit für den von Dir kritisierten Text verantwortlich bin. Erstmal: Luft holen („verdammt nochmal!“) offensichtlich bist du wütend und findest der Text geht in die falsche Richtung, aber eine sachliche Diskussion fände ich doch schöner. Einerseits gebe ich dir recht. Es geht nicht um eine Diskussion, wie die konkreten Verhältnisse in Israel oder den autonomen Gebieten ausschauen, sondern um einen Vorwurf an die israelische Regierung LGBT-Rechte für Propaganda zu nutzen, da geh ich mit. Aber ich habe nochmal überlegt, warum ich, wenn ich den Pinkwashing-Text der Genos_innen lese, das Bedürfnis bekomme über die konkreten Verhältnisse zu sprechen und gar nicht richtig an den Punkt komme über Pinkwashing zu diskutieren. Mir ist die Weltsicht, die den Pinkwashing-Vorwürfen zugrunde liegt zu einfach. Hier nochmal ein anderes Beispiel aus dem Text <blockquote> Als ergänzendes Element dazu,werden durch diese Kampagne die umgebenden arabischen Länder als homophob abgestempelt </blockquote>. Sorry, aber das kann doch nicht deren Ernst sein, wo brauch es da denn eine Pinkwashing-Kampagne um diese Länder "abzustempeln". Und auf der Basis „böses Israel“, „gutes Ägypten“ oder whatever, habe ich keine Lust zu diskutieren. Dass die israelische Genos_innen gegen ihre rechten Politer pöbeln finde ich gut, können sie gerne machen, aber wenn dem ganzen eine vereinfachende Analyse zugrunde liegt, die extrem Homophobe Staaten und Organisationen zu Opfern erklärt geht, habe ich doch ein paar Nachfragen. Genaus absurd finde ich den Part des Textes in dem es um „Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen (BDS)“ geht – aus der Kampagne wird ja auch in unserem Text zitiert. Ehrlich gesagt ist es mir völlig egal was Noam Chomsky zu dieser Kampagne sagt, es handelt sich dabei um eine antiisraelisches Programm, bei dem Günni Grass feuchte Augen vor freude bekommen würde. Mit einer solchen antiisraelischen Brille ist eine differenzierte Diskussion über israelische Regierungspolitik kaum möglich. Außerdem ist mir immer noch nicht klar, wo jetzt der Nachweis erbracht ist, dass die israelische ihre Besatzungspolitik pink wäscht. Werden militärische Einsätze der israelischen Armee damit begründet schwule Palästinenser zu befreien? Ne Quelle fänd ich da mal spannend, dann würde ich den Vorwurf besser verstehen. So würde ich es eher als Homonationalismus verstehen, in dem rechte Politiker_innen, sich die von anderen erkämpften Rechte ans Revers stecken. Nicht schön und sicher zu kritiseren, aber das ist doch kein böser Plan der Verschleierung der Besatzungspolitik dahinter. Wenn der CSUler Seehofer jetzt behaupten würde, dass Deutschland super ist, weil es LGBT-Rechte gibt, käme ich auch nicht auf die Idee, das damit verschleiert werden soll, dass Deutschland Asylbewerber_innen schon Jahrzehnte menschenunwürdig behandelt, außer er würde die Verknüpfung machen. Irgendwie habe ich da ein Missing-Link und es fehlt mir erneut ein genauer Blick: Das israelische Tourismusministerium will mehr queere Turis (klappt ganz gut: ich fahr vielleicht nächstes Jahr hin) und hat kapitalistische Interessen. Das Militär will sich als super-demokratische Institution darstellen und vermutlich gerne ein paar Schwule und Lesben rekrutieren (da würde Pinkwashing vielleicht am ehesten greifen) und die rechten Politiker argumentieren mit allem was ihnen so in die Hände kommt. Ich sehe da bislang nicht den großen Pinkwashing-Plan. @Daniel:

Also ich antworte hier mal als Einzelperson, auch wenn ich mit für den von Dir kritisierten Text verantwortlich bin.

Erstmal: Luft holen („verdammt nochmal!“) offensichtlich bist du wütend und findest der Text geht in die falsche Richtung, aber eine sachliche Diskussion fände ich doch schöner.

Einerseits gebe ich dir recht. Es geht nicht um eine Diskussion, wie die konkreten Verhältnisse in Israel oder den autonomen Gebieten ausschauen, sondern um einen Vorwurf an die israelische Regierung LGBT-Rechte für Propaganda zu nutzen, da geh ich mit.

Aber ich habe nochmal überlegt, warum ich, wenn ich den Pinkwashing-Text der Genos_innen lese, das Bedürfnis bekomme über die konkreten Verhältnisse zu sprechen und gar nicht richtig an den Punkt komme über Pinkwashing zu diskutieren. Mir ist die Weltsicht, die den Pinkwashing-Vorwürfen zugrunde liegt zu einfach. Hier nochmal ein anderes Beispiel aus dem Text

Als ergänzendes Element dazu,werden durch diese Kampagne die umgebenden arabischen Länder als homophob abgestempelt

. Sorry, aber das kann doch nicht deren Ernst sein, wo brauch es da denn eine Pinkwashing-Kampagne um diese Länder „abzustempeln“. Und auf der Basis „böses Israel“, „gutes Ägypten“ oder whatever, habe ich keine Lust zu diskutieren. Dass die israelische Genos_innen gegen ihre rechten Politer pöbeln finde ich gut, können sie gerne machen, aber wenn dem ganzen eine vereinfachende Analyse zugrunde liegt, die extrem Homophobe Staaten und Organisationen zu Opfern erklärt geht, habe ich doch ein paar Nachfragen.

Genaus absurd finde ich den Part des Textes in dem es um „Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen (BDS)“ geht – aus der Kampagne wird ja auch in unserem Text zitiert. Ehrlich gesagt ist es mir völlig egal was Noam Chomsky zu dieser Kampagne sagt, es handelt sich dabei um eine antiisraelisches Programm, bei dem Günni Grass feuchte Augen vor freude bekommen würde. Mit einer solchen antiisraelischen Brille ist eine differenzierte Diskussion über israelische Regierungspolitik kaum möglich.

Außerdem ist mir immer noch nicht klar, wo jetzt der Nachweis erbracht ist, dass die israelische ihre Besatzungspolitik pink wäscht. Werden militärische Einsätze der israelischen Armee damit begründet schwule Palästinenser zu befreien? Ne Quelle fänd ich da mal spannend, dann würde ich den Vorwurf besser verstehen. So würde ich es eher als Homonationalismus verstehen, in dem rechte Politiker_innen, sich die von anderen erkämpften Rechte ans Revers stecken. Nicht schön und sicher zu kritiseren, aber das ist doch kein böser Plan der Verschleierung der Besatzungspolitik dahinter. Wenn der CSUler Seehofer jetzt behaupten würde, dass Deutschland super ist, weil es LGBT-Rechte gibt, käme ich auch nicht auf die Idee, das damit verschleiert werden soll, dass Deutschland Asylbewerber_innen schon Jahrzehnte menschenunwürdig behandelt, außer er würde die Verknüpfung machen. Irgendwie habe ich da ein Missing-Link und es fehlt mir erneut ein genauer Blick: Das israelische Tourismusministerium will mehr queere Turis (klappt ganz gut: ich fahr vielleicht nächstes Jahr hin) und hat kapitalistische Interessen. Das Militär will sich als super-demokratische Institution darstellen und vermutlich gerne ein paar Schwule und Lesben rekrutieren (da würde Pinkwashing vielleicht am ehesten greifen) und die rechten Politiker argumentieren mit allem was ihnen so in die Hände kommt. Ich sehe da bislang nicht den großen Pinkwashing-Plan.

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by: daniel http://femKo.blogsport.de/2012/07/15/eine-menge-waesche-zu-waschen-pinkwashing-und-andere-queere-positonen-zu-israel/#comment-1545 Tue, 17 Jul 2012 19:14:16 +0000 http://femKo.blogsport.de/2012/07/15/eine-menge-waesche-zu-waschen-pinkwashing-und-andere-queere-positonen-zu-israel/#comment-1545 Ihr solltet mal langsam zur Kenntnis nehmen, dass es bei der Kritik am Pinkwashing nicht um die Situation in Israel geht oder das behauptet wird in Gaza-City ist es genauso cool wie in Tel Aviv. Es geht hierbei um die Instrumentalisierung von LTGB-Rechten um damit Unterdrückung und Kriege zu rechtfertigen. Was ist daran so schwer zu verstehen? ja es gibt weitreichende LTGB-Rechte in Israel, würdet Ihr deswegen aber sagen, dass die Besstzung der Westbank damit gerechtfertigt ist? Genauso kritisiert man doch auch Wowereit oder den CDU-Wagen auf dem CSD, da kommt Ihr auch nicht daher und erzählt mir: "Aber stimmt doch, in BErlin gibt es in der Tat weitreichende LTBG-Rechte. was sprichst du denn Deutschland die Liberalität ab" Nein, verdammt nochmal! Wenn homophobe Arschlöcher (Isreal Beitanu; Regierungspartei) und Kriegstreiber mit LTBG-Rechten ihre Propganda treiben und vor allem über die Köpfe der Community irgendwelche Kampagnen starten, dann ist diese Pinkwashing nicht nur zu kritisieren, sondern auch abzulehnen. Ihr solltet mal langsam zur Kenntnis nehmen, dass es bei der Kritik am Pinkwashing nicht um die Situation in Israel geht oder das behauptet wird in Gaza-City ist es genauso cool wie in Tel Aviv. Es geht hierbei um die Instrumentalisierung von LTGB-Rechten um damit Unterdrückung und Kriege zu rechtfertigen.
Was ist daran so schwer zu verstehen?
ja es gibt weitreichende LTGB-Rechte in Israel, würdet Ihr deswegen aber sagen, dass die Besstzung der Westbank damit gerechtfertigt ist?
Genauso kritisiert man doch auch Wowereit oder den CDU-Wagen auf dem CSD, da kommt Ihr auch nicht daher und erzählt mir: „Aber stimmt doch, in BErlin gibt es in der Tat weitreichende LTBG-Rechte. was sprichst du denn Deutschland die Liberalität ab“
Nein, verdammt nochmal! Wenn homophobe Arschlöcher (Isreal Beitanu; Regierungspartei) und Kriegstreiber mit LTBG-Rechten ihre Propganda treiben und vor allem über die Köpfe der Community irgendwelche Kampagnen starten, dann ist diese Pinkwashing nicht nur zu kritisieren, sondern auch abzulehnen.

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by: Clara http://femKo.blogsport.de/2012/07/15/eine-menge-waesche-zu-waschen-pinkwashing-und-andere-queere-positonen-zu-israel/#comment-1542 Mon, 16 Jul 2012 11:09:32 +0000 http://femKo.blogsport.de/2012/07/15/eine-menge-waesche-zu-waschen-pinkwashing-und-andere-queere-positonen-zu-israel/#comment-1542 Um die Infos zu Homosexualität und den an Israel angrenzenden Staaten mal zu differenzieren: In Israel ist Homosexualität <a href="http://www.gaylawnet.com/laws/il.htm"> legal</a>. Im Ausland geschlossene homosexuelle Partnerschaften werden anerkannt, Steuererleichterungen gewährt und Adoption ist möglich. Stress gibt es immer wieder mit orthodoxen Jüdinnen und Juden wie die Auseinandersetzungen um die Jerusalemer Gaypride <a href="http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/articleEN1OW-1.73755"> zeigen</a>, die auch schon mal von einem, mit einem Messer bewaffneten, jüdischen Fundamentalist <a href="http://gaymiddleeast.com/news/article89.html"> angegriffen</a> wurde. In den palästinensischen Gebieten ist Homosexualität <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Homosexualit%C3%A4t_in_Israel#Die_Situation_der_arabischen_Bev.C3.B6lkerung_Israels_und_in_den_besetzten_Gebieten"> illegal</a>. Es fliehen viele Queers nach Israel, hier exemplarische ein aktuellerer <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/schwule-palaestinenser-fluechten-nach-israel-a-825320.html"> Bericht </a> von Spiegel-Online. Eine queere palästinensische Organisation ist <a href="http://www.alqaws.org/q/en"> Alqaws</a>. Sie vertritt den „Pinkwashing-Vorwurf“ gegen Israel. Im Libanon ist Homosexualität <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Homosexualit%C3%A4t_im_Libanon"> illegal </a>. Eine Organisation die sich für Gay-Rights einsetzt ist <a href="http://www.helem.net/"> Helem</a>. Jordanien hat Homosexualität schon 1951 <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Homosexualit%C3%A4t_in_Jordanien"> legalisiert</a>. Allerdings gibt es aufgrund der großen <a href="http://www.globalgayz.com/middle-east/jordan/observations-of-gay-jordan/"> gesellschaftlichen Repression und Tabuisierung </a> keine offen auftretende große Queer-Community. Ägypten hat keine explizit gegen Homos gerichteten Gesetze. Dennoch wird Homosexualität von staatlichen Behörden verfolgt. Human Rights Watch <a href="http://www.hrw.org/node/12167/section/1"> berichtete </a> 2004 von zahlreichen Fällen von Verhaftungen und Folter. Aktuellere Infos währen super. Hat eine_r welche? Obwohl die zunehmende Durchsetzung der Muslimbruderschaft in Ägypten nichts Gutes für die Zukunft vermuten lässt. Allgemeine Infos auf Englisch über die Region bietet die Page <a href="http://gaymiddleeast.com/index.html"> Gaymiddleeast</a>, die auch nach einzelnen Ländern <a href="http://gaymiddleeast.com/country/egypt.htm"> aufschlüsselt</a>, aber wohl gerade überarbeitet wird und nicht mehr ganz aktuell ist. Um die Infos zu Homosexualität und den an Israel angrenzenden Staaten mal zu differenzieren:

In Israel ist Homosexualität legal. Im Ausland geschlossene homosexuelle Partnerschaften werden anerkannt, Steuererleichterungen gewährt und Adoption ist möglich. Stress gibt es immer wieder mit orthodoxen Jüdinnen und Juden wie die Auseinandersetzungen um die Jerusalemer Gaypride zeigen, die auch schon mal von einem, mit einem Messer bewaffneten, jüdischen Fundamentalist angegriffen wurde.

In den palästinensischen Gebieten ist Homosexualität illegal. Es fliehen viele Queers nach Israel, hier exemplarische ein aktuellerer Bericht von Spiegel-Online. Eine queere palästinensische Organisation ist Alqaws. Sie vertritt den „Pinkwashing-Vorwurf“ gegen Israel.

Im Libanon ist Homosexualität illegal . Eine Organisation die sich für Gay-Rights einsetzt ist Helem.

Jordanien hat Homosexualität schon 1951 legalisiert. Allerdings gibt es aufgrund der großen gesellschaftlichen Repression und Tabuisierung keine offen auftretende große Queer-Community.

Ägypten hat keine explizit gegen Homos gerichteten Gesetze. Dennoch wird Homosexualität von staatlichen Behörden verfolgt. Human Rights Watch berichtete 2004 von zahlreichen Fällen von Verhaftungen und Folter. Aktuellere Infos währen super. Hat eine_r welche? Obwohl die zunehmende Durchsetzung der Muslimbruderschaft in Ägypten nichts Gutes für die Zukunft vermuten lässt.

Allgemeine Infos auf Englisch über die Region bietet die Page Gaymiddleeast, die auch nach einzelnen Ländern aufschlüsselt, aber wohl gerade überarbeitet wird und nicht mehr ganz aktuell ist.

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