Archiv für Mai 2009

Mittwoch, 3.Juni : „Veranstaltungen und Räume antisexistisch planen“

    BETTYBEATZ; Bremen

    Ort/Zeit: Cafe Kabale Geismar Landstr. 19 / 19:00 Uhr

    Auf Partys und Konzerten kommt es immer wieder zu sexualisierten Übergriffen. Oft ist die Atmosphäre so, dass sich Frauen oder
    Transmenschen nicht wohl fühlen, weil sie mit Sprüchen oder Anfeindungen zu rechnen haben. Zudem sind Frauen und Transmenschen auf der Bühne und
    im Musikgeschäft unterrepräsentiert, was sich auf den Charakter der Veranstaltungen entsprechend auswirkt. Wir haben die feministische Gruppe B.E.T.T.Y.B.E.A.T.Z aus Bremen eingeladen, die vor allem nicht-kommerzielle feministische Konzerte organisiert. Im Rahmen der Veranstaltung soll über den Umgang mit sexualisierter Gewalt und alternative Party- bzw. Konzert-Organisations-Konzepte diskutiert werden.

Freitag 29. Mai Veranstaltung MUJERES SIN FRONTERAS

(Frauen ohne Grenzen)

Ort/Zeit : Kabalè 18:00

Migrantinnen, insbesondere Migrantinnen ohne Papiere, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind, sind mit Problematiken konfrontiert, die sich aus ihrer marginalisierten Position innerhalb der Gesellschaft ergeben.
Frauen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus haben beispielsweise kaum Möglichkeiten juristisch gegen Täter vorzugehen. In vielen Fällen stehen sie zudem in existentiellem Abhängigkeitsverhältnis zu dem Täter, so dass sie nichts gegen ihn unternehmen können, ohne beispielsweise den Verlust ihres Arbeitsplatzes und damit einhergehend den Aufenthalt in Deutschland zu riskieren.
Die Gruppe MUJERES SIN FRONTERAS (Frauen ohne Grenzen) ist eine interkulturelle Frauenorganisation, die sich für die Rechte von Migrantinnen und Flüchtlingen aus Lateinamerika einsetzt. Durch die langjährige Beratungs- und Unterstützungsarbeit ist es der Gruppe möglich aufzuzeigen, von welchen
spezifischen Mechanismen Migrantinnen betroffen sind, welche Handlungsmöglichkeiten für sie bestehen und wie sie unterstützt werden können.

Dienstag 26.Mai Erzählcafe

Ort/Zeit: Kore e.V. Papendiek 24-26, 17.00 Uhr

Oft besteht das Gefühl, man müsse ganz von vorne beginnen, um dem sexistischen Alltag den Boden entziehen zu können. Doch wir waren alles andere als die ersten und bestimmt nicht die letzten, die sich dies zur Aufgabe machten.
Angelehnt an die Methode des Erzählcafés möchten wir an diesem Nachmittag einen generationsübergreifenden Rahmen schaffen, um uns über die Erfahrungen und Veränderungen rund um das Engagement und die Arbeit gegen Sexismus und sexualisierte Gewalt auszutauschen. Eingeladen haben wir dazu Frauen aus Göttinger Projekten, Institutionen und dem selbstorganisierten Spektrum.
Lebensgeschichtliche Erzählungen und die Vielfalt von Erfahrungen sowie deren zeitgeschichtliche Kontextualisierung charakterisieren die Veranstaltung. Wir wollen uns auch der Herausforderung einer gegenwärtigen feministischen Bestandsaufnahme stellen und zukünftige Strategien und Entwicklungen diskutieren.