Naziaufmarsch? Läuft nicht!

Am 2. August wollen Neonazis wieder mal in Bad Nenndorf ihren braunen Auflauf veranstalten.
Warum das so nicht laufen wird? Hier der Aufruf des Bündnisses Kein Naziaufmarsch in Bad Nenndorf:

Das Nenndorfer Wincklerbad soll den Neonazis auch 2014 wieder als Symbol ihres geschichtsverdrehenden Opfermythos dienen. Dort hatten die Alliierten ein Internierungslager eingerichtet. Bereits seit 2006 inszenieren Neonazis in Bad Nenndorf einen sogenannten „Trauermarsch“. Indem die Neonazis historische Zusammenhänge und Tatsachen leugnen oder aus dem Kontext reißen und deutsche Täter_innen zu Opfern erklären, relativieren sie den Nationalsozialismus. In ihren Redebeiträgen verbreiten sie nationalistische und völkische Hetze. Diese findet nicht nur verbal statt, sondern stellt eine reelle Gefahr für viele Menschen dar, die nicht in das menschenfeindliche Weltbild der Neonazis und ihrer Unterstützer_innen passen.

Nach den erfolgreichen Blockadeaktionen werden wir dem Naziaufmarsch dieses Jahr ein Ende setzen. Gemeinsam haben wir gezeigt, dass Massenblockaden auch in Bad Nenndorf möglich sind und den Naziaufmarsch effektiv verhindern können. Erstmals haben hunderte Menschen die Aufmarschstrecke der Nazis blockiert und die symbolträchtige Abschlusskundgebung der Neonazis verhindert – das war großartig!
Wir werden an den Erfolg der letzten Jahre anknüpfen und mit Menschen aus verschiedenen Städten und Dörfern den Naziaufmarsch in Bad Nenndorf blockieren. Von unseren Aktionen des Zivilen Ungehorsams wird dabei keine Eskalation ausgehen. Wir sind solidarisch mit allen, die das Ziel teilen, den Aufmarsch zu verhindern.

Folgt uns bei facebook und twitter. Bleibt auf dem Laufenden.

Kommt am 2. August 2014 nach Bad Nenndorf und bringt viele Menschen mit.
*** Abfahrt-Treffen ist am Samstag den 2.8. dann um 7.00h früh am Gleis! ***

Verhindert mit uns den Naziaufmarsch! ♥ 2 block

Mehr Infos gibt es bei der Mobilisierungsveranstaltung im Ver.di-Haus (Groner-Tor-Straße 32) am Montag, 21. Juli, um 20h.

Bis dahin!

Bad Nenndorf_ love 2 block!

Bücher, Bücher, Bücher!!!

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Lampedusa ist überall – Wilkommen in Göttingen!

In Göttingen gibt es ein Lampedusa-Bündnis, bestehend aus AK Asyl, die Hochschulgruppe von amnesty international, arap, Grüne Jugend, Integrationsrat, Migrationszentrum, verdi und Einzelpersonen. Seit dem 10. Juni und noch bis zum 24. Juli läuft eine Veranstaltungsreihe des Bündnisses. Der Anlass:

„Bilder von Booten voller Menschen und Leichensäcken dicht an dicht erreichten uns im letzten Jahr vom Mittelmeer. Allein im Oktober 2013 ertranken vor Lampedusa vierhundert Bootsflüchtlinge. Über 18 000 Todesfälle an den europäischen Außengrenzen dokumentiert die Organisation Fortress Europe für die vergangenen zwei Jahrzehnte, die meisten im Mittelmeer.

Hinter jeder dieser Zahlen steht ein Mensch, der auf dem Weg nach Europa sein Leben verloren hat. Bislang gibt es keine offizielle politische Reaktion auf die Tragödien, die ernsthaft weitere Tote verhindert und die Abschottungspolitik beendet. Im Gegenteil: Die Aufrüstung der EU-Außengrenzen wird weiter vorangetrieben, verkauft als humanitäre Lösung.

Wir sagen: Diese todbringende Politik an den Grenzen Europas ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Nachfolgende Generationen werden darauf schauen und vielleicht die alte Frage stellen: Warum habt ihr nichts dagegen unternommen?

Menschen werden sich immer auf den Weg machen. Hunderte haben es im März geschafft, die Zäune der EU-Exklaven Ceuta und Melilla zu überwinden. In verschiedenen Städten Deutschlands hungern, protestieren, demonstrieren Migrant*innen gegen die aktuelle Flüchtlingspolitik. Lassen wir uns inspirieren von ihrem Mut und ihrem kreativen Protest.

Der Abschottung Europas an den Grenzen und in den Köpfen setzen wir ein NEIN entgegen. Und ein JA: zu gelebten Nachbarschaften mit den Menschen, die auf der Suche nach einer sicheren Lebensperspektive und einer besseren Zukunft in unserer Stadt angekommen sind. Wir wollen mit ihnen in lebendigen Kommunen leben.

Flüchtlinge, Geflüchtete, Migrant*innen – willkommen in Göttingen!“

Nächste Veranstaltungen sind:

- Boat people projekt “Nach dem Frühling – Fluchtpunkt Göttingen” im Cheltenham House, Friedrichstr. 1 um 19:30 (auch am 06., 19., 20., und 21.07.)

Das Göttinger Freie Theater boat people projekt zeigt ein besonderes Programm, das in der Auseinandersetzung mit Menschen entstanden ist, die aus verschiedenen Generationen und Kulturen stammen, aber eine Gemeinsamkeit haben: Sie sind oder waren Flüchtlinge. Menschen, die im zweiten Weltkrieg aus anderen Teilen Deutschlands nach Göttingen geflohen sind, Heimatvertriebene, die hier angesiedelt wurden, DDR-Flüchtlinge, die vor allem aus dem nah gelegenen Eichsfeld stammen, und heutige Flüchtlinge u.a. aus Syrien, Afghanistan, Eritrea, Äthiopien oder Kosovo stehen im Zentrum und auf der Bühne. (s.a.:http://boatpeopleprojekt.de/home.html)

- 08.07. Helmut Dietrich: “Das Mittelmeer: Schrecken und Solidarität“ im Holbornschen Haus, Rote Str. 34 um 19:30

Seit Einführung der Visapflicht für alle südlichen Mittelmeeranrainerstaaten 1990/91 wurde das Mittelmeer zum größten Friedhof Westeuropas seit der Nachkriegszeit. Nach der “Arabellion” gab es einen zweiten Höhepunkt in der Zahl toter Bootsflüchtlinge. Aber das Mittelmeer war auch immer Raum der Solidarität durch die lokale Bevölkerung und durch grenzüberspannende Initiativen. Der Sozialforscher Helmut Dietrich beleuchtet außerdem die Folgen der Aufstände in den arabischen Staaten der Mittelmeerregion, wo er mehrere Jahre gelebt hat.

- 15.07. Vassilis Tsianos: “Autonomie der Migration. Den Blick für die Kraft der Migration schärfen, ohne ihn vom Ertrunkenen, Geschundenen und Gestrandeten zu nehmen – geht das?“ bei verdi, Groner-Tor-Str. 32 um 19:30

Vassilis Tsianos gehörte zur Gruppe „Kanak Attak“, die die Denkfigur der ‘Autonomie der Migration’ Anfang der Nuller-Jahre früh rezipiert hat. Darin heißt es: „die frohe Botschaft der ‘Autonomie der Migration’ will den Blick dafür schärfen, in der Migration primär die Projekte der Migration zu sehen, d.h. darin gesellschaftliche grenzüberschreitende Mobilität und ihre Kämpfe, also die Kämpfe der Mobilität zu sehen.“

- 20.07. Lampedusa 3. Oktober 2013 – szenische Lesung mit Musik im Lumiere, Geismar Landstr. 19 um 16:00

Eine szenische Lesung präsentiert von der Arbeitsgruppe “Unser Herz schlägt auf Lampedusa” aus Hannover mit Musik von Francesco Impastato. Der Autor Antonio Umberto Ricco hat aus Zeug*innenaussagen und dokumentarischen Materialien einen berührenden Text entwickelt, der unterschiedliche Perspektiven auf die Flüchtlingsbootkatastrophe eröffnet und besonders die Einwohner*innen von Lampedusa eindringlich zu Wort kommen lässt.

- 24.07. Marion, kmii Hanau: “Lampedusa in Hanau – aus Erfahrung wird Wissen wird Handeln”im Apex, Burgstr. 46 um 19:30

Im Februar 2014 gründete ‘kein mensch ist ilegal Hanau’ zusammen mit über Lampedusa geflüchteten Menschen die Initiative „Lampedusa in Hanau“. Damit protestieren sie gegen drohende Abschiebungen und organisierten sich gegen die Folgen der europäischen Flüchtlingspolitik. Wir wollen an diesem Abend zum einen von ihrem Erfahrungen hören, die sie mit der europäischen Grenzpolitik gemacht haben, aber auch von ihrem Versuch eine Kampagne praktisch werden zu lassen. Denn in dieser letzten Veranstaltung unserer ersten kleinen Reihe wollen wir den Blick nach vorne wagen: wir sind schließlich mehr als eine alternative VHS.

Übersichtsflyer gibt es hier

Solidarität gegen Kongress „Sexualethik und Seelsorge“ in Kassel

    Für sexuelle Selbstbestimmung in Kassel und überall

Mit großer Sorge blicken wir auf den Kongress „Sexualethik und Seelsorge“ Ende Mai in Kassel. Leider bietet der Kongress wiederum Referenten und Referentinnen ein Forum, die seit Jahren eine angebliche „Heilbarkeit“ von Homosexualität propagieren. Deshalb rufen wir zu einer Demonstration am Freitag, den 23. Mai 2014, um 16:00 Uhr in Kassel auf.

In mehreren Aufrufen und Aktionen des Bündnisses gegen Sexismus, Homophobie und religiösen Fundamentalismus, des LSVD und anderen Verbänden wurde das Weiße Kreuz wiederholt dafür kritisiert, Referenten und Referentinnen mit sexistischen und homophoben Einstellungen ein Forum zu bieten. Die Bundesregierung (BT-Drs. 16/7917) und die Landesregierung von Sachsen-Anhalt (LT-Drs. 6/2981) haben die Aktivitäten dieser „Homoheiler“ als unwissenschaftlich und schädlich verurteilt. Alljährlich gedenken wir mit dem 17. Mai 1990 den Tag, an dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschloss, Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel zu streichen. Die Einführung der „eingetragenen Partnerschaft“ und des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) zeigt die in den letzten Jahren zunehmende gesetzliche und gesellschaftliche Anerkennung von Homosexualität. Die Stadt Kassel wendet sich mit dem 2010 etablierten Runden Tisch gegen Homophobie und Transphobie.
Wir lehnen jegliche sexistische, homophobe und diskriminierende Einstellungen ab!


Treffpunkt: Vorplatz Hauptbahnhof Kassel, 16:00 Uhr
Route: Ständeplatz – Fünffensterstraße – Obere Königsstraße – Königsplatz
Kundgebung: Königsplatz um ca. 17:30 Uhr

mehr Infos auf der Homepage des Bündnis

Außerdem Kundgebung am 24.05. von 14 – 15:30 Uhr bei der Leuschnerstraße 72b

Um den Kongress von Weisses Kreuz e.V. neben Demo & Kundgebung kritisch/kreativ zu begleiten gibt es die Möglichkeit dies gemeinschaftlich bis einschließlich Samstag in den Räumen des AVZs zu tun. Schlafplätze möglich! Mail: queere-solidaritaet@gmx.de

Neuer PGP-Key

Wenn ihr uns schreiben möchtet, schreibt uns doch gerne verschlüsselt und benutzt dazu bitte unseren neuen PGP-Schlüssel. Der alte ist hiermit obsolet!

Queer & antifaschistisch & antirassistisch gegen den „Eichsfeldtag“ der NPD!


Am 17.5. ist es wie­der so weit: zum vier­ten Mal in Folge fin­det der “Eichs­feld­tag” in Lei­ne­fel­de statt. Dies­mal lau­tet das Motto: „Na­tio­na­le Po­li­tik in die Par­la­men­te!“. Die Pro­tes­te gegen das Na­zi­fest sol­len die­ses Jahr auf brei­te­re Füße ge­stellt wer­den: Zum einen möch­ten wir als wei­te­res Thema die Si­tua­ti­on der Ge­flüch­te­ten im Land­kreis Eichs­feld kri­ti­sie­ren, ins­be­son­de­re die Ver­hält­nis­se um das Flücht­lings­heim Brei­ten­wor­bis. Zum An­de­ren ist der 17.​05. aus­ge­rech­net der Tag gegen Homo- und Trans*pho­bie, wes­we­gen wir zu einem Queer­block auf­ru­fen.

Eichs­feld­tag

Die Ver­bin­dung aus Rechts­rock­kon­zert und Na­zi­pro­pa­gan­da zeich­net sich durch die „braun-​​bun­te Mi­schung“ aus. An­ders als bei an­de­ren Ver­an­stal­tun­gen der NPD be­steht das Pu­bli­kum hier nicht nur aus ge­fes­tig­ten Par­tei-​Mit­glie­dern und Ka­me­rad­schafts­fa­schos. Die hier an­ge­spro­che­ne Ziel­grup­pe ist eher eine Me­lan­ge aus Ju­gend­li­chen, jun­gen Fa­mi­li­en, frus­trier­ten Bür­ger*innen und von ras­sis­ti­schen Res­sen­ti­ments ge­präg­ten Op­fern ihrer selbst. Damit knüpft die NPD an ihre bis­he­ri­ge Stra­te­gie, „die Städ­te vom Land aus zu er­obern“, an. Be­son­ders in länd­li­chen und struk­tur­schwa­chen Ge­bie­ten stellt sie sich als „ein­zi­ge Par­tei, die sich für die Re­gi­on in­ter­es­siert“ und sich für diese ein­setzt, dar. Als frech und re­bel­lisch, aber auch fa­mi­li­en­freund­lich soll der Eichs­feld­tag der NPD ver­kauft wer­den, um dem Pu­bli­kum eine „echte Al­ter­na­ti­ve“ zum lang­wei­li­gen All­tag bie­ten zu kön­nen. Bei Hei­ses Ver­an­sta­ltung soll es näm­lich nicht nur um die Un­ter­hal­tung des „All­tags­na­zis“ gehen. Sie ist ein In­stru­ment, um den rech­ten Kon­sens des Na­tio­na­lis­mus und Ras­sis­mus in die Ge­sell­schaft zu tra­gen. Mit In­for­ma­ti­ons­stän­den zu ver­schie­de­nen rech­ten Kam­pa­gnen und Or­ga­ni­sa­tio­nen könn­te mensch sich ein ei­ge­nes Bild ma­chen. Bür­ger­nah und mit der Be­die­nung völ­ki­scher Ideo­lo­gie soll und wird die ras­sis­ti­sche, na­tio­na­le Mitte der Ge­sell­schaft an­ge­spro­chen. Durch die lo­ka­le Ar­beit wer­den schnel­ler Kon­tak­te ge­knüpft, es wird sich zu Dorf­fes­ten oder im Sport­ver­ein en­ga­giert und somit Ak­zep­tanz für die „net­ten Rech­ten von Ne­ben­an“ ge­schaf­fen. Be­son­ders Ju­gend­li­che sol­len für die rech­te Szene ge­won­nen wer­den.

No Hei­mat – No Heise

Or­ga­ni­sa­tor des „Na­tio­na­len Kund­ge­bungs­ta­ges“ ist der NPD-​Eichs­feld Kreis­tags­ab­ge­ord­ne­te Thors­ten „Totti“ Heise. Der in sei­ner „Wahl­hei­mat“ Fret­tero­de an­ge­sie­del­te, gut an­ge­se­he­ne Herr, ver­treibt eine ganze Pa­let­te an rech­ter Pro­pa­gan­da, Musik, Kla­mot­ten und sogar Waf­fen. Auch die NPD Schul­hof-​CD ist auf sei­nem Mist ge­wach­sen. Er kann durch­aus als Bin­de­glied zwi­schen Frei­en Kräf­ten und NPD be­zeich­net wer­den. Ihm wird au­ßer­dem vor­ge­wor­fen, „NSU“-Ver­bin­dungs­mann zu sein. Er fiel in der Ver­gan­gen­heit unter an­de­rem mit An­grif­fen auf das Ju­gend­zen­trum „Juzi“ in Göt­tin­gen, Kör­per­ver­let­zung, Nö­ti­gung, Land­frie­dens­bruch und dem Ver­such, einen Men­schen mit dem Auto zu über­fah­ren, auf.

Re­fu­gees Wel­co­me
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